Bad Feilnbach – Der offizielle Startschuss für die Erntesaison erfolgte auf dem Regionalmarkt in Bad Feilnbach. Zu den Obstbauern aus der Gemeinde gesellten sich aus diesem Anlass auch Bad Feilnbachs Apfelkönigin Regina I. und ihre Prinzessinnen Anna Grad, Theresa Moser, Maria Seiderer, Elisabeth Lottes, Regina Tutschka und Barbara Kaffl. Mit dabei waren auch Bürgermeister Anton Wallner und Ute Preibisch, die Leiterin der Kur- und Gästeinfor- mation sowie Gerti Seebacher. Der Rathausvorplatz genau der richtige Ort, um für den Erhalt heimischer Streuobstwiesen und die hohe Qualität naturbelassener Produkte zu werben.
Große Nachfrage nach
gesunden Produkten
Unter dem Motto „Mein Obst ist frisch und ungespritzt“ waren Kisten und Körbe mit Äpfeln, Birnen oder den saftigen „Feilnbegga Hauszwetschgen“ begehrte Anlaufstellen für zahlreiche Kunden. Aber auch Obsterzeugnisse in flüssiger Form als Saft, Edelbrand, Likör oder Marmelade waren gefragte Produkte. Eine Herausforderung, so berichteten die auf dem Markt vertretenen Obstanbauer einhellig, war in diesem Jahr die Witterung. Kirschen und frühe Apfelsorten fielen den kühlen Temperaturen und Frösten im Frühjahr zum Opfer. Bei späteren Apfelsorten aber seien Ernte und Qualität gut. Eher als in den Jahren zuvor habe die Zwetschgenernte begonnen, war am Stand der Erzeugergemeinschaft Millauer-Harant-Matheis aus Altofing zu erfahren.
Die Nachfrage nach fri-schen Bad Feilnbacher Erzeugnissen, die in den vergangenen Monaten in den Obstgärten der Gemeinde reiften, war durchweg zufriedenstellend. Um den Fleiß der Obstbauern und ihr Bemühen um Qualität wertzuschätzen, sei man gern bereit, auch etwas mehr zu bezahlen, meinten Kaufinteressenten wie Steffi Kreuzmeir aus Au oder Agnes Zeus aus Kulmain in der Oberpfalz, die derzeit ihren Urlaub in der Region verbringt und von den Erzeugnissen begeistert ist. Die gute Stimmung konnten auch die coronabedingten Spielregeln wie das Tragen von Mund-Nasen-Masken, ein Abstand von 1,5 Metern oder die permanente Handdesinfektion nicht schmälern. Nur beim Verkosten des Apfelsaftes – frisch aus der Obstpresse des Meisterhofes von Christian und Gerti Seebacher – oder einem kräftigen Biss in selbst gepflückte Äpfel war es den Marktbesuchern, den königlichen Hoheiten um Regina I. und den Rathausvertretern gestattet, die Masken kurz abzunehmen. Beim Rundgang über den Markt standen die Apfelkönigin und ihre Prinzessinnen trotz verdeckter freundlicher Gesichter im Fokus vieler Kameras. Für Regina I. und ihre Mädchen war es seit ihrem Amtsantritt beim Apfelfest im vergangenen Jahr bedauerlicherweise erst der dritte offizielle Auftritt als Repräsentantinnen des Apfeldorfes Bad Feilnbach. Die vielen geplanten Veranstaltungen bis zur Eröffnung der Erntesaison fielen der Corona-Pandemie zum Opfer, wie die sieben Majestäten der Obstanbauregion mit mehr als 36000 Obstbäumen bedauerten. Eigentlich, so betonten Apfelkönigin Regina Vogt und Gerti Seebacher, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Feilnbach-Wiechs-Litzldorf, dauere die Amtszeit der Apfelkönigin und ihrer Prinzessinnen zwei Jahre. Allerdings werde in der Vorstandschaft darüber nachgedacht, ihre Regentschaft auf drei Jahre auszudehnen, wie Gerti Seebacher und ihre Stellvertreterin Agnes Riedl äußerten.
Tausende
Besucher angelockt
Corona habe für ein apfelmarktloses Jahr in der Chronik der Gemeinde gesorgt, bedauerte der Bürgermeister. Das Event, das aufgrund der guten Stimmung, der gesunden Produkte und der herrlichen Landschaft jährlich tausende Besucher in die Region locke, fehle. Doch auch das Konzept der Regionalmärkte sei gut angenommen worden und bestätige das Bedürfnis der Bürger und Gäste nach regionalen, frischen und ungespritzten Produkten. Diese werden in den Hofläden und direkt bei den Obstbauern angeboten. Peter Strim