Frasdorf – Nicht nur die Lärm- und Feinstaubbelastung durch die A8 sind Themen, mit denen sich die Gemeinde Frasdorf auseinandersetzen muss. Auch der regelmäßige Umleitungsverkehr bei Staus auf der Autobahn stellt eine große Herausforderung und Belastung dar. Mit mehreren gezielten Vorschlägen von Bürgern zur Verbesserung der Verkehrssituation in den kommenden Jahren befasste sich der Frasdorfer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Dabei stellte das Gremium fest, dass alle aufgeführten Problemkreise in der Gemeinde bekannt sind und im Gemeinderat in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach behandelt wurden.
Gefahrenstellen
aufgelistet
Die Antragsteller bemängelten, dass sich im Ortskern ohne eine Eigeninitiative der Gemeinde in den kommenden Jahren nichts ändern werde – so wie sich in den vergangenen Jahrzehnten auch schon.
Das sei ein Resultat des von der Gemeinde seit Jahren verursachten Stillstandes in der Stadtplanung.
„Zur Erweckung der Verwaltung aus dem Dornröschenschlaf“ hatten die Antragssteller eine Liste mit Gefahrenstellen im Ortsbereich bei der Hand, die ihrer Ansicht nach mit wenig Aufwand zu einer wesentlichen Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen könnten. Eine „Rundumerneuerung“ des Ortsbildes als Durchfahrtsort würde nicht nur eine erhöhte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen, sondern der Gemeinde zu neuem Glanz verhelfen.
Erste Priorität habe demnach der Bau eines Gehweges mit Pflasterbelag und neuer Straßenbeleuchtung vom Salon Haarlekin/Sparkasse bis zur Kirchenmauer nach Westen sowie die Erneuerung des bestehenden Gehweges mit Pflasterbelag und neuer Straßenbeleuchtung vom Salon Haarlekin/ Sparkasse bis zum östlichen Ortseingang beim Anderlbauer.
Bürgermeister Daniel Mair (CSU) wies darauf hin, dass alle Grundstücksverhandlungen mit dem Eigentümer zur Abtretung dieses Weges bisher gescheitert seien. Das Problem sei bei der Gemeinde seit Langem bekannt, aber nicht lösbar, da es keinerlei Möglichkeiten gebe, den notwendigen Grund für den Gehweg zu bekommen.
Auch die Verkehrsinseln und Überquerungshilfen auf Höhe des Gasthauses Hochries an der Hauptstraße, vor dem Haus des Gastes und vor dem Kindergarten in der Simsseestraße wurden in der Vergangenheit im Rahmen verschiedener Ortsentwicklungsplanungen von Facharchitekten, Arbeitskreisen und Privatpersonen mehrfach vorgeschlagen und im Gemeinderat behandelt.
Sie lassen sich jedoch an den vorgeschlagenen Stellen nicht verwirklichen, sei es, weil die Gemeinde Frasdorf auf der Kreisstraße RO5 nicht frei schalten und walten darf, die vorhandene Straßenbreite für zusätzliche Einbauten nicht ausreicht oder in zumutbarer Entfernung bereits ein Überweg existiert.
Die Planung und der Bau eines Kreisverkehrs an der bisherigen Kreuzung Hauptstraße/Simsseestraße unter Einbeziehung der Edeka-Parkplatzausfahrt vor der Lamstoahalle ist wegen des notwendigen hohen Geländeverbrauchs im Ort illusorisch. Die Planungen müssten die Durchfahrt von Fernlastern (38 Tonner) gewährleisten können. Dazu reiche der vorhandene Straßenraum nicht aus.
Simsseestraße wird an Bedeutung verlieren
Eine Lösung, wie der Seestraßenkreisel in Prien, komme nicht in Frage. Da die Simsseestraße nach dem Ausbau der A8 ihre bisherige Bedeutung verliere, sei laut Bürgermeister Mair die Investition eines sechsstelligen Betrages für den Bau eines Kreisels unnötig.
Die Verwaltung wurde beauftragt die Vorschläge entsprechend zu formulieren und bei den entsprechenden Behörden zur Entscheidung und weiteren Veranlassung vorzulegen.
Zusätzlich wurden die Vorschläge den Arbeitsgruppen Frasdorf 2030 zugeleitet, die sie in die entsprechenden Planungen einbeziehen soll.