Offene Jugendarbeit Rott zeigt sich in Zeiten von Corona kreativ

von Redaktion

Projekt „Ferien in Tüten“ ein voller Erfolg – Künftig auch Angebote für zwölf- bis 14-jährige Jugendliche

Rott – Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Deshalb findet in Rott die offene Jugendarbeit vor allem draußen statt – in einer Jugend-Lounge.

Nach einer längeren Pause konnte die offene Jugendarbeit in Rott (Trägerin ist die Arbeiterwohlfahrt) im Oktober 2019 wieder starten. Zielgruppe sind vor allem Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren, die sich unverbindlich zum Chillen, Spielen und Reden an einem für sie geschaffenen Ort treffen wollen. Besonders beliebt in Rott waren nach Angaben der Leiterinnen Lisa Bürstlinger und Tanja Ganser das gemeinsame Kochen und das Billardspielen. Doch gerade als der Treff wieder so bekannt geworden war, dass er regelmäßig von den Kindern und Jugendlichen besucht wurde, kam die Corona-Pandemie – und veränderte alles, so die Verantwortlichen der offenen Jugendarbeit. Aktuell kann der Treff nach ihren Angaben aufgrund der Hygienevorschriften in seinen üblichen Räumen noch nicht geöffnet werden. „Dies ließ uns kreativ werden“, berichten Bürstlinger und Ganser.

Die bekannte Ferienbetreuung der vergangenen Jahre konnte nur bedingt stattfinden.

Der Jugendtreff Rott hatte sich wie andere Einrichtungen im Landkreis auch daher eine Beschäftigung für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde überlegt. Das Motto lautete „Ferien in Tüten“. Jedes Kind und jeder Jugendliche hatte die Möglichkeit, sich bis Ende der Sommerferien eine Tüte im Rathaus abzuholen. In diesen befanden sich verschiedene altersgerechte Ideen zum Zeitvertreib. Binnen weniger Tage war die erste Ladung bereits vergriffen. Das Interesse der Kinder und Jugendlichen ist groß, freuen sich die Leiterinnen der offenen Jugendarbeit. Solange die Räume des Treffs geschlossen bleiben müssen und das Wetter es zulässt, wird jeden Freitag die Jugendlounge im Kaiserhof aufgebaut. Ein Pavillon mit Gartenliegen bietet den Jugendlichen vorübergehend einen Ort des Treffens. Zudem werden kleine Angebote, unter Berücksichtigung der aktuellen Vorschriften, wie eine „Eisaktion“ gestaltet. „Jede Woche lassen wir uns etwas Neues einfallen, um mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Zukünftig sollen auch Aktionen speziell für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren angeboten werden. Auch können die Kinder und Jugendlichen jederzeit eigenaktiv Ideen zur Gestaltung des Nachmittages einbringen und diese auch umsetzen. Die Beteiligung und Offenheit für die Ideen der Kinder und Jugendlichen steht bei uns an oberster Stelle“, stellen Lisa Bürstlinger und Tanja Ganser abschließend klar.

Weitere Infos

Was aktuell los ist, kann regelmäßig vor allem in den sozialen Netzwerken nachgelesen werden. Zu finden und erreichen ist die offene Jugendarbeit auf Instagram (jugendtreff_rott), Facebook (Jugendtreff Rott Awo) sowie per E-Mail unter oja.rott@awo-rosenheim.de.

Artikel 1 von 11