Er will ein Brückenbauer sein

von Redaktion

Marinus Jaroschinski ist neuer Jugendbeauftragter der Gemeinde Stephanskirchen

Stephanskirchen – Er will das Bindeglied zwischen den Stephanskirchener Jugendlichen und der Gemeinde sein: der neue Jugendbeauftragte Marinus Jaroschinski. Ein Überblick über seine Ziele und die Arbeiten am Jugendtreff „Box“.

Jaroschinski (20) stand von seinem Stuhl am Rande des Sitzungssaals auf und ging zu dem großen Tisch in der Mitte des Raumes. Er nahm Platz und blickte in die Gesichter der acht Gemeinderäte, des Bürgermeisters, des Geschäftsleiters und des Kämmerers. Schon im Juni ist Jaroschinski zum neuen Jugendbeauftragten der Gemeinde gewählt worden. Nun stellte er sich im Haupt- und Finanzausschuss vor.

Auch in Vereinen
Kontakte knüpfen

Der 20-jährige Informatiker engagiert sich bereits seit zwei Jahren als Jugendleiter beim Stephanskirchener Jugendtreff „Box“. Gekoppelt mit seinem Interesse für Politik, sei der Wunsch entstanden, die Anliegen der jungen Leute gegenüber der Gemeinde zu vertreten. „Ich will ein Ansprechpartner für die Jugendlichen werden“, sagte Jaroschinski.

Dafür muss er Kontakte knüpfen. Deshalb will er sich in der nächsten Zeit bei den Jugendgruppen der Vereine in Stephanskirchen vorstellen. Bei der Feuerwehr hat er schon angefragt, die Oberministranten sollen folgen. „Langfristig will ich auch in die Hauptversammlungen der Vereine gehen und mir dort die Arbeit anschauen.“

Aus den Reihen der Gemeinderäte kam positive Resonanz. Florian Beck (Bayernpartei) bekundete sein Wohlwollen gegenüber dem neuen Jugendbeauftragten. Auch Janna Miller (Grüne) wünschte dem 20-Jährigen einen guten Start. Sie hakte nach, wie er sich für die Jugendlichen sichtbar und ansprechbar machen möchte. Ihrer Ansicht nach wäre beispielsweise eine Facebookseite eine gute Möglichkeit. Jaroschinski entgegnete, dass er aufgrund seines Alters und seiner Arbeit im Jugendtreff „Box“ viele junge Leute kenne. Trotzdem wolle er sich weiter vernetzen.

Auch die „Box“ war Thema im Hauptausschuss. Der Leiter des Jugendtreffs, Stefan Litzkendorf aus Rosenheim, zeigte den Gemeinderäten mithilfe der Facebookseite der „Box“ die Fortschritte bei den Bauarbeiten.

Nach den entsprechenden Gemeinderatsbeschlüssen ist der Jugendtreff mithilfe der Mitarbeiter des Bauhofes um zwei Räume erweitert worden. Nun gebe es einen Sanitär- sowie einen Küchencontainer und außerdem zwei Boxen als Aufenthaltsräume, ergänzte Geschäftsleiter Georg Plankl. Zurzeit werde ein neues Dach auf den Jugendtreff gebaut, berichtete Litzkendorf.

Er ist seit 2012 für die offene Jugendarbeit in Stephanskirchen unterwegs. Den Treff in Haidholzen wollte er schon lange erweitern. Die Jugendlichen hätten sich außerdem einenMultimedia-Raum gewünscht, ließ er das Gremium wissen. Das alles habe man in den vergangenen Monaten realisieren können. Denn wegen der Corona-Pandemie sei die „Box“ rund sechs Monate geschlossen gewesen, sagte Litzkendorf. Deshalb habe er sich mit den jungen Leuten oft draußen getroffen oder den Kontakt über Handynachrichten gehalten.

Palettenmöbel
und Strandkörbe

Jetzt, da der Treff wieder geöffnet hat und neu gestaltet ist, sei er „optimistisch für die nächste Zeit“. Letztens seien sogar – zusätzlich zum „harten Kern“ von zehn Jugendlichen – vier neue dagewesen. Das freut Litzkendorf. Er hat mit der „Box noch viel vor. Palettenmöbel will er bauen und auch einen Strandkorb aufstellen. Er hofft, dass der Jugendtreff so ansprechender für seine Schützlinge wird.

Großes Lob für den Treff-Leiter und für den Bauhof Stephanskirchen gab es von Petra Schnell (Unabhängige Fraktion) und Steffi Panhans (SPD). Beide waren sich einig, dass der Jugendtreff nach der Umgestaltung viel schöner sei als vorher. Steffi Panhans erkundigte sich bei Litzkendorf zudem nach etwaigen Corona-Auswirkungen auf die Jugendlichen. Er sehe bei der Jugendarbeit und seinen jungen Leuten derzeit keine, sagte der Leiter. Er war überzeugt: „Jugendliche sind sehr flexibel. Die passen sich ganz gut an.“

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