Stephanskirchen – In der Gemeinde gibt es laut Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie) viele Straßen aus den 60er- und 70er-Jahren, die nun sanierungsbedürftig sind. Die Reikeringer Straße ist eine von ihnen.
Der Bauausschuss hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, sie zu erneuern. Jetzt steht noch die endgültige Entscheidung im Gemeinderat am kommenden Dienstag an.
Eigentlich stand die Reikeringer Straße laut Mair auf der Prioritätenliste der Gemeindeverbindungsstraßen nicht an vorderster Stelle. Die Hofmühlstraße sollte zuerst saniert werden. Doch die Gemeinde konnte sich mit den Eigentümern der Grundstücke, die an dieser Straße liegen, nicht einigen. „Wir wollen einen Investitionsstau im Bereich Straßensanierungen vermeiden“, erklärte der Bürgermeister. „Deshalb ziehen wir die Reikeringer Straße vor.“
Das war in der Sitzung unumstritten gewesen. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest. Die Erneuerung ist dringend notwendig, das steht für Mair fest. Die Straße sei alt und wurde für Bauarbeiten in diesem Jahr aufgerissen. Leitungen für die Wasserversorgung und für den Breitbandausbau wurden verlegt. „Die Straße sieht schlimm aus“, gab Mair zu.
Ein Ingenieurbüro habe ihren Zustand bereits bewertet. Demnach soll nicht die ganze Straße, sondern nur ein Abschnitt von ein paar Hundert Metern saniert werden. Kosten: rund 130000 Euro.
Im Zuge der Maßnahme wird erst die vorhandene Asphaltdecke entsorgt. Dann soll eine neue in zwei Schichten auf die Straße gelegt werden. Auf beiden Seiten wird abschließend ein Bankett verlegt. Einen Fuß- und Radweg zu bauen, ist laut Mair aber nicht notwendig.
Eventuell werde die Straße auch verbreitert, da sie an manchen Stellen sehr eng sei. Dafür müsste dort allerdings mehr Grund erworben werden. Deshalb werde die Gemeinde erst mit den Grundeigentümern sprechen. Für die Anlieger werde vor Baubeginn eine Informationsveranstaltung stattfinden. Alexandra Schöne