Bad Feilnbach – Das Dorferneuerungsverfahren in Dettendorf in der Gemeinde Bad Feilnbach befindet sich auf der Zielgeraden. Die beiden letzten größeren Maßnahmen – die Außenanlagen um das Gemeinschaftshaus samt Spielplatz und der Ausbau von Teilen des Römerrings – sind mitten im Bau und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dann können nur noch kleinere und im Wesentlichen private Vorhaben über die Dorferneuerung gefördert werden.
Gemeinschaftshaus
mit Außenanlagen
Bevor das Verfahren formell abgeschlossen wird, werden die im Zuge der Dorferneuerung vorgenommenen Grundstücks- und Grenzänderungen im Grundbuch und im Kataster vollzogen. Die innerörtliche Bodenordnung hat den Grunderwerb für die Dorferneuerung erst ermöglicht. Da in diesen Fällen kein notarieller Vertrag notwendig ist, sparen sich die betroffenen Grundstückseigentümer und die Gemeinde die Kosten dafür.
Mit den Außenanlagen des Gemeinschaftshauses wird das zentrale Vorhaben im gesellschaftlichen Bereich abgerundet. Das Haus erhält eine Zufahrt sowie Parkplätze und eine gepflasterte Terrasse, dazu Grünanlagen und einen Spielplatz. Neben dem bestehenden Wohnhaus wird in Eigenleistung, aber mit Förderung durch die Dorferneuerung, noch ein Lagerschuppen durch die nutzenden Vereine erstellt.
In diesem Zusammenhang wird auch ein Teilstück des Kaltenweges saniert. Das kombinierte Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus wurde – wie berichtet – im vergangenen Jahr bezogen und ist neben dem Gasthaus Weingast in Kematen der Mittelpunkt für die Vereine in der Altgemeinde Dettendorf. Neben zeitgemäßen Räumen für die örtliche Feuerwehr sind in dem Haus ein Saal für örtliche Veranstaltungen sowie Plattler- und Theaterproben des Trachtenvereins, ein eigener Musikprobenraum insbesondere für die Dettendorfer Trachtenkapelle, ein temperierter Lagerraum für den Trachtenverein und die Theatergruppe sowie ein Stüberl mit Teeküche für Vereinssitzungen und Stammtische untergebracht. Coronabedingt ist die Nutzung derzeit aber sehr eingeschränkt.
Mit dem Ausbau zweier Teilstrecken des Römerrings werden nicht nur die dortigen erheblichen Straßenschäden behoben, sondern auch eine qualitative Verbesserung angestrebt. In Kombination mit dem Straßenbau werden zudem von der Wasserbezugsgemeinschaft Dettendorf neue Wasserleitungen verlegt und von der Gemeinde die bestehenden Abwasserleitungen saniert und zum Teil neu gebaut.
Mehr als 820000 Euro
werden investiert
Den Wünschen der Anlieger entsprechend hat die Gemeinde als dafür zuständiges Organ im westlichen Bereich auf eine Straßenbeleuchtung verzichtet; im Südosten wird hingegen eine Leuchte neu errichtet. Im Bereich der Irschenberger Straße wird eine noch bestehende Peitschenleuchte ausgetauscht und eine zusätzliche Leuchte in der Nähe der Kirche aufgestellt.
Die Kosten der genannten Vorhaben werden überwiegend über die Dorferneuerung finanziert: Zu den Außenanlagen mit Schätzkosten von knapp 400000 Euro steuert das Amt für Ländliche Entwicklung 61 Prozent (also rund 244000 Euro) bei. Die mit 79000 Euro veranschlagten Spielgeräte werden vom Amt mit 59 Prozent (das sind knapp 47000 Euro) gefördert.
Bei der Sanierung des Kaltenweges beteiligt sich das Amt mit ebenfalls 59 Prozent (also 25000 Euro) an den mit 42000 Euro geschätzten Kosten. Für den Ausbau des Römerrings trägt die Dorferneuerung 61 Prozent der geschätzten Bausumme von 300000 Euro (183000 Euro).
Josef Mayr