Aschau – „Inzwischen nennen mich viele Mama“, sagt Angela Kern aus Aschau und lacht. Seit 2016 bietet sie beim Helferkreis Asyl die Sprechstunde für Frauen an. Dabei steht sie den jungen Frauen und Müttern beratend zur Seite und ist selbst so etwas wie eine Mutter für ihre Schützlinge geworden. Denn für sie ist Kern 24 Stunden per Telefon erreichbar.
Zwölf Familien, darunter auch einige alleinerziehende Mütter, leben derzeit in der Gemeinde. Als 2015 viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, gründete sich der Helferkreis. Auch Angela Kern wollte helfen, die bereits als Lektorin in der Kirche und Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes in Aschau ehrenamtlich tätig ist. „Ich selbst habe drei Kinder und dachte, wenn sie so weit weg von zu Hause wären, dann wäre ich auch froh, wenn ihnen jemand helfend unter die Arme greifen würde“, berichtet sie.
Als ehemalige Kinderkrankenschwester berät sie die jungen Frauen bei medizinischen Fragen, unterstützt bei der Erziehung und hilft bei organisatorischen Dingen. Vor allem aufgrund der vielen Bürokratie und Formulare sei Angela Kern schon an ihre Grenzen gekommen: „Aber wenn man die Freude und Dankbarkeit der Menschen spürt, dann weiß man, wieso man das tut.“ Tina Blum