Großkarolinenfeld – „Meine beste Freundin hat mich mitgenommen und ich bin hängen geblieben“, lacht Kathrin Moser, Stammesvorsitzende der St. Christophorus- Pfadfinder. Seit 2007 oder 2008, so ganz genau weiß sie es gar nicht mehr, ist sie bei den Pfadfindern – „ich habe mich durch alle Altersstufen hochgearbeitet“ – und seit vier Jahren nun Stammesvorsitzende.
Bei den Pfadfindern geblieben ist Kathrin Moser, weil sich über die Jahre Freundschaften entwickelt haben, die sie nicht missen mag. Hinzu kamen Erlebnisse wie internationale Pfadfinderlager in Island und Frankreich. „Dann wurde vor vier Jahren ein neuer Stammesvorstand gesucht und ich habe mir gedacht ‚Bisher haben‘s andere für mich gemacht, jetzt bin ich dran‘“, erzählt die 22-Jährige. Und es mache ihr Spaß. Pro Woche gingen zwar etwa fünf Stunden für die zunehmende Bürokratie und für Planung drauf, aber dem Pfadfindernachwuchs Werte wie einen guten Umgang mit der Natur, ein gutes Miteinander mit anderen Menschen, zu vermitteln, das sei schön und das sei ihr auch wichtig, sagt Kathrin Moser.
Das kam coronabedingt heuer etwas zu kurz. „Es war nicht ganz leicht, unseren Nachwuchs bei der Stange zu halten, aber wir hätten ein schlechtes Gewissen gehabt, uns mit 15 Kindern und Jugendlichen zusammenzusetzen, auch wenn wir‘s gedurft hätten – weil Jugendarbeit Bildungsarbeit ist.“ Also gab‘s Gruppenstunden online – Pfadfinder 2.0 sozusagen. Sylvia Hampel