Botschaft macht Mut und gibt Hoffnung

von Redaktion

Freiwillige Feuerwehr Aschau schickt wöchentliche musikalische Adventsgrüße online

Aschau – Das Jahr 2020 hat die Menschen auf der ganzen Welt vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Leider machte die Corona-Pandemie auch um Aschau keinen Bogen und verlangte den Bürgern viel ab. Auch jetzt, zur Weihnachtszeit, ist das Virus noch nicht besiegt. Eine Botschaft, die Mut und Hoffnung bringen will, gibt es in Aschau von der freiwilligen Feuerwehr an jedem Adventssonntag – virtuell und damit corona-konform.

Floriansjünger setzen Zeichen der Solidarität

„Mit der zweiten Welle erleben wir alle wieder eine besonders schwierige Situation. Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir als Feuerwehr unseren Mann stehen und für die Bevölkerung da sind“, erklärt Dr. Tobias Brinkmann, Kommandant der Feuerwehr Aschau. Deswegen trifft sich jeden Adventssonntag eine Gruppe der Floriansjünger an einem anderen Ort in ihrem Schutzgebiet, um dort ein besinnliches Ständchen zu spielen. Entstanden ist die Aktion in Zusammenarbeit mit der Musikkapelle Aschau. Da aufgrund des Infektionsschutzes keine Zuschauer erlaubt sind, bleiben die Orte dafür geheim. Auch im eigenen Kreis sind laut dem Feuerwehrkommandanten nicht alle Mitglieder eingeweiht. Dafür wird der Adventsgruß aufgezeichnet und erreicht so über das Internet alle, die reinklicken.

Das erste besinnliche Video-Ständchen spielten die Feuerwehrler an der Fischer-Kapelle bei Egerndorf. Wo die Floriansjünger am kommenden Sonntag aufspielen werden, ist aus Brinkmann nicht herauszukriegen. Nur so viel: „Wir werden wieder aus der nördlichen Perspektive auf das Gemeindegebiet blicken.“

Motivation für die Weihnachts-Aktion war das Trompetensolo an Ostern, das bei vielen Bürgern sehr gut angekommen war: Dabei ertönte das „Aschauer Lied“ in schwindelerregender Höhe von der Drehleiter herab, um die Menschen in dieser entbehrungsreichen Zeit zu ermutigen.

Denn auch für die Floriansjünger war es keine einfache Zeit. „Die größte Herausforderung für uns ist die Kontaktbeschränkung“, berichtet Brinkmann. Die Arbeit und das Wirken der Feuerwehr lebe vom persönlichen Kontakt. Nicht nur die gemeinsamen Aktivitäten fallen weg.

Auch während der Einsätze mussten die Rettungskräfte lernen, diese mit weniger Mannesstärke zu bewältigen. „Wir mussten während der ersten Pandemiewelle im März mit einer ganz neuen Situation umgehen, die wir bislang gar nicht kannten“, erinnert sich der Feuerwehrkommandant. Auch die Ausbildung der Einsatzkräfte leide unter der Pandemie. So hat die Aschauer Wehr eine neue Drehleiter bekommen. Da die Ausbildung an dem Gerät viele Übungen erfordere, sei dies mit den geltenden Corona-Regeln kaum umsetzbar gewesen.

Bürgermeister Simon Frank, der selbst bis zu seinem Amtsantritt als Zugführer bei der Feuerwehr tätig war, ist begeistert: „Dieses zusätzliche Engagement, obwohl man ohnehin schon das gesamte Jahr ehrenamtlich auf Abruf bereit steht, ist wirklich bemerkenswert.“ Für Frank eine tolle Leistung, sich zusätzlich Zeit zu nehmen, um den Bürgern während dieses schwierigen Advents eine Freude zu bereiten. Auch die Zusammenarbeit der Vereine lobt der Rathauschef als „tolle Leistung.“

Überraschung für Weihnachten geplant

Eine Überraschung für das Weihnachtsfest hat die Aschauer Wehr auch noch in petto: „Verraten wird aber nichts, es soll ja eine Überraschung bleiben“, so der Kommandant. Auf das neue Jahr blickt Brinkmann voller Zuversicht: „Wir sind vielschichtig aufgestellt, voller Leidenschaft und können in Notsituationen viel leisten. Wir werden auch diese Pandemie meistern.“

Adventsgruß nur online

Aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkung zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus darf die freiwillige Feuerwehr nicht vor Publikum spielen. Deswegen werden die Adventsgrüße aufgenommen und können über die Homepage der Gemeinde Aschau unter www.aschau.de/news oder in der Facebook-Gruppe der Aschauer Feuerwehr angesehen werden.

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