Nachruf

von Redaktion

Vogtareuth Die Gemeinde Vogtareuth erinnert an Gerhard Egner, der bereits im März mit 92 Jahren verstarb und coronabedingt erst kürzlich beerdigt werden konnte. Egner lenkte über 30 Jahre als Gemeinderat und Dritter Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Vogtareuth mit.

Nach seiner Geburt in Gelblingen bei Schwäbisch Hall und der Kindheit auf einem Hof in Brandenburg, wurde er 1945 kurz vor seinem 18. Geburtstag noch zum Militär eingezogen. Er wurde verletzt, kehrte aber zum Kriegsende heim.

Anschließend lernte Egner seine spätere Frau Hildegard kennen. 1952 ging es wieder nach Gelblingen, wo der junge Mann eine Ausbildung zum Agraringenieur machte. 1955 heiratete Gerhard seine Hildegard, und das Ehepaar zog auf den neu erworbenen Hof in Zaißberg. Vier Kinder machten die Familie komplett.

Gerhard Egner interessierte sich für neue landwirtschaftliche Methoden, die er auf seinem Hof einführte. Dieser wurde mithilfe seiner Frau als Hauswirtschaftslehrerin zur Ausbildungsstätte für Lehrlinge.

Für das Gemeinwohl setzte sich der Verstorbene neben seiner Tätigkeit als Gemeinderat und Dritter Bürgermeister vielfältig ein: Er machte sich für den Bau der Schön-Klinik in Vogtareuth stark. Zehn Jahre war er Zweiter Ortsobmann im Bauernverband, und die Untere Naturschutzbehörde beauftragte ihn als Naturschutzwächter. Sehr aktiv war er auch in seiner evangelischen Gemeinde in Haidholzen; der Männergesangverein war sein Steckenpferd. Die Eheleute waren zudem Mitglieder im Lehrerzirkel im Landwirtschaftsamt. 1998 übergaben sie den Hof an Sohn Wolfram und dessen Frau Eva Maria und zogen dann ins Siebenbürgerheim nach Rimsting.