Ein halbes Jahr geprobt

von Redaktion

Spielmannszug Stephanskirchen blickt auf 2020 zurück

Stephanskirchen – Das Jahr 2020 sollte für den Spielmannszug Stephanskirchen ein besonderes Jahr werden. Seit Januar stellt der Verein sein Instrumentarium zu einem Flötenorchester um, also die Spielmannszug-Flöten wurden durch Konzertflöten ersetzt. Es wurden Bass- und Altflöten ergänzt. Der Klang konnte außerdem mit der Anschaffung eines Fünf-Oktaven-Marimbaphons sowie verschiedener Schlaginstrumente ausgebaut werden.

Außerdem startete der zweite Jahrgang der Spielmannszug-Klasse an der Otfried-Preußler Schule in Stephanskirchen.

Trotz coronabedingter Einschränkungen umfasst die Musikerklasse mittlerweile 21 Kinder der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Ein besonderer Dank gilt hier der Musiklehrerin Annette Kopf, die die musikalischen und sozialen Fähigkeiten der Schüler mit großem Einfühlungsvermögen fördert.

Im Frühsommer wollte der Spielmannszug mit einem Vatertagsfest auf dem Gelände der Firma Holzbau Lechner das 45. Jubiläum feiern. Leider mussten dieser Termin sowie das Jubiläumskonzert im November aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Die Kontaktbeschränkungen waren belastend für den Probenbetrieb. Nur für ein halbes Jahr war es möglich, als gesamtes Orchester zu proben.

Umso erfreulicher war es für die Musiker, dass sie im Rahmen der Kulturwoche bei zwei Konzerten auf dem Pausenhof der Grundschule Schloßberg ihr neues Repertoire präsentieren konnten. Auch die Mitglieder der Drumband als amtierende bayerische Meister zeigten ihre neue musikalische Ausrichtung. Musik aus dem Rock und Pop Bereich wechseln sich ab mit orchestralen und konzertanten Werken. Nun hofft der Spielmannszug darauf, dass 2021 wieder geprobt werden kann. Denn auch das kommende Jahr bringt viele Herausforderungen mit sich. So finden die bayerischen Meisterschaften statt. Hier möchte die Drumband ihren Titel verteidigen.

Im Herbst nächstes Jahr startet der Spielmannszug mit einem eigenen Nachwuchsorchester. Die Kinder und Jugendlichen können so an das gemeinsame Musizieren im Hauptorchester herangeführt werden. Ein weiteres Ziel ist, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Heuer mussten coronabedingt etliche Aktivitäten wie die Übungswochenenden, Ausflüge, Feste und Feiern abgesagt werden. Das war gerade für die „Neu-Spielmannszügler“ schmerzlich. Sie hatten kaum Kontakt zu den übrigen Spielleuten und sollen nun 2021 endlich in den Verein integriert werden.

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