Raubling – Corona hat den Turn- und Sportverein (TuS) Raubling im vergangenen Jahr geprägt. Es erforderte viel Engagement der Ehrenamtlichen, um das Vereinsleben zu ermöglichen.
So galt es, Hygienekonzepte umzusetzen sowie alternative, coronagerechte Trainingsmethoden zu entwickeln. Aufgrund ausgefallener Veranstaltungen brachen finanzielle Mittel weg.
Der Verein fokussiert sich nicht nur auf den Sport, er engagiert sich auch sozial. So hatten die Fußballer während des Lockdowns einen Einkaufsservice für Bedürftige organisiert.
Coronabedingt fand keine Mitgliederversammlung statt. Eine einwandfreie Kassenführung wurde dennoch bestätigt. Die Planungen für den Umbau des Tennisheims in ein neues, multifunktionales Vereinsheim konkretisierten sich.
Der TuS feierte einige Erfolge. Die Fußball-A-Jugend sicherte sich den Meistertitel und startete in der Kreisliga. Alle ersten Jugendmannschaften der Spielgemeinschaft mit den Vereinen ASV Großholzhausen und FC Nicklheim spielen höherklassig. Die erste Mannschaft etablierte sich im oberen Tabellendrittel. Die Handball-Herren stiegen in die Bezirksliga auf, die Damen hielten die Bezirksliga. In zwei Abteilungen gab es Wechsel der Leitung: Stefan Brand folgte Peter Ludwig beim Tennis und Lars Radau löste Florian Kronast bei den Skifahrern ab. Mit überregionalen Erfolgen glänzten die alpinen Sportler Valentin Radau, Lisa Seebacher, Carolin Rettenwender.
Langjährige Vereinsangehörige wurden belobigt. Ehrenmitglied Rupert Rahm, der Ende Dezember den 96. Geburtstag feiert, war 1935 in den Verein eingetreten, ist also 85 Jahre dabei. Der sportive Allrounder entdeckte nach dem Krieg seine Liebe zum Fußball und spielte in den 50er-Jahren mit der Raublinger Bayernligamannschaft in der höchsten bayerischen Amateurklasse. Nach seiner aktiven Zeit bei den Fußballern widmete er sich vor allem dem Tennis und blieb bis ins hohe Alter leidenschaftlicher Skifahrer. Für 70 Jahre Mitgliedschaft wurden Fritz Schaal und Thomas Weiß geehrt, für 65 Jahre Rita Beham, Josef Braun und Franz Hable sowie für 60 Jahre Alois Braun.
Die Vereinsverantwortlichen um den Vorsitzenden Uli Maier blicken zuversichtlich ins neue Jahr. Die Abteilungen des TuS arbeiten an Ideen und Konzepten, um einen sicheren und verantwortungsbewussten Neustart nach dem erneuten Stopp des Wettkampf- und Trainingsbetriebes zu ermöglichen. Sobald es die Situation zulässt, soll das Kursprogramm starten. Knapp 40 Kurse bieten eine große Auswahl an Bewegungsmöglichkeiten für Jung und Alt. Im Januar sollen die Rehasport-Kurse wieder starten, die dank medizinischer Indikation erlaubt sind. rap