Aschau – „Der Ökumenische Sozialdienst Priental (ÖSP) gehört 45 Jahre nach der Gründung weiterhin zu den besten Pflegediensten in ganz Bayern“, attestierte der ÖSP-Vorsitzende Lorenz Ablinger in einer Mitgliederinformation den 69 Mitarbeiterinnen unter Leitung der beiden Pflegedienstleiterinnen Michaela Brühl und Melanie Kirchlechner.
Die Leistungen seien auf dem gewohnt hohen Niveau. Mehrere Mitglieder habe der Verein im Vorjahr verloren, so Ablinger. 24 starben, 34 traten ein, sodass der Verein jetzt über 473 Mitglieder verfügt.
Finanzsituation
nach wie vor gut
Der aktuelle Haushalt beträgt 808000 Euro. Schatzmeister Georg Furtner: „Die Vermögenssituation ist nach wie vor gut, prägend war die Umschichtung von Rücklagen in das Bauvorhaben ‚Tagespflege Aschau‘. Der ÖSP erhielt aus der Bevölkerung zur Verwirklichung dieses Projektes zweckgebundene Gelder im mittleren sechsstelligen Bereich.“
„Das abgelaufene Jahr brachte uns die meiste Arbeit seit dem Bestehen“, so Brühl. „In den letzten zehn Jahren haben sich die Einsatzstunden der Mitarbeiterinnen und die Fahrleistungen unserer Autos fast verdoppelt.“ Im Vorjahr hätten 270 Personen im Raum Aschau-Sachrang-Frasdorf die Unterstützung des Ökumenischen Sozialdienstes Priental in Anspruch genommen. Bei 25131 Hausbesuchen erbrachten die haupt- und nebenamtlichen Pflegekräfte in 27058 Einsatzstunden insgesamt 66243 Einzelleistungen. Die Abrechnung mit den Kassen stelle einen hohen bürokratischen Aufwand dar.
Zur Memory-Gruppe für Demenzkranke in Aschau kommen regelmäßig 18 Besucher, in Sachrang vier. 25 Demenzkranke werden einzeln betreut.
Das ÖSP-Team umfasst mittlerweile 69 Mitarbeiterinnen, darunter 23 hauptamtliche Schwestern im Pflegedienst, je zehn Pflegehilfskräfte und Betreuungshelferinnen sowie elf Haushaltshilfen, elf Essenfahrer und vier Verwaltungskräfte.
Laut Ablinger sucht der ÖSP laufend Mitarbeiterinnen im Pflegedienst.
Auch für das im Probebetrieb laufende „Haus für die teilstationäre Tagesbetreuung und -pflege für die pflegebedürftigen Bürger“ braucht es noch Personal. Ziel der Einrichtung ist die teilweise Entlastung der pflegenden und/oder berufstätigen Angehörigen von Pflegebedürftigen im Einsatzgebiet zwischen Sachrang, Aschau, Frasdorf und Wildenwart. „Wir bieten mit dieser Einrichtung eine Betreuungsmöglichkeit mit bis zu 800 teilstationären Betreuungs- und Pflegestunden pro Woche oder bis zu 40000 Stunden im Jahr.“
Elf Essenfahrer
unterwegs
Elf Essenfahrer brachten insgesamt 9191 warme Mahlzeiten ins Haus. Insgesamt legten die Pflegekräfte und Essenfahrer im Raum Priental 154744 Kilometer mit dem Auto – innerorts auch mit dem Fahrrad – zurück. Dabei werden die Fahrzeiten nicht als Pflegezeit angerechnet und somit nicht durch die Kranken- und Pflegekassen erstattet. Diese Kosten trägt der Verein in vollem Umfang.reh