Bad Feilnbach – Wie haben sich die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf die Gäste- und Übernachtungszahlen in der Gemeinde Bad Feilnbach ausgewirkt? Über die ernüchternden Zahlen des vergangenen Jahres berichtete Cornelia Weber, die frischgebackene Leiterin der Kur- und Gästeinformation, jetzt im Wirtschafts-, Kur- und Tourismusausschuss. Ein deutliches Minus wurde bei der Gesamtzahl der Übernachtungen verzeichnet.
Anfangs sah es nach einem guten Jahr aus
Während diese 2019 noch rund 357000 betrugen, sank diese Zahl im Corona-Jahr 2020 auf knapp 248000 Übernachtungen. „Die kurze Zeit vor Beginn der Corona-Pandemie deutete noch ein sehr starkes Jahr an: In den Monaten Januar und Februar konnten insgesamt 3432 Übernachtungen mehr im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr erzielt werden“, berichtete Weber. Die folgenden Monate verzeichneten, bedingt durch den ersten Lockdown, ein deutliches Minus.
Erste kleine Besserungen ergaben sich erst im Juni, dessen Übernachtungszahlen 34 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. „Mit den Sommermonaten konnte man jedoch zufrieden sein“, bilanzierte Weber. Durch die eingeschränkten Reisemöglichkeiten wurde eine Inlandsreisewelle ausgelöst, von der Bad Feilnbach deutlich profitiert habe.
Dies schlug sich vor allem bei drei Betriebsformen nieder: Beim „Hotel Garni“ wurden 11561 Übernachtungen (2019: 9531) verzeichnet. Die Ferienwohnungen verbuchten 17427 Übernachtungen (2019: 17314), und die Übernachtungen beim „Urlaub auf dem Bauernhof“ stiegen von 8455 auf 9102. Die beiden Medical-Park-Kliniken und der Campingplatz durften durch die Corona-Auflagen nicht zu 100 Prozent ausgelastet sein.
Längere
Aufenthaltsdauer
„Wenn man diese Betriebe abzieht, liegen die Jahre 2019 und 2020 nahezu gleichauf“, stellte Cornelia Weber vor. Das letzte Quartal war wieder geprägt vom erneut verhängten Lockdown. Bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer ergab sich ein deutliches Plus: Lag diese 2019 noch bei 4,3 Tagen, wurde der Wert 2020 auf 5,1 Tage gesteigert. „Dies lässt sich mit den langen Aufenthalten der Reha-Patienten in den beiden Kliniken und dem Wegfall touristischer Reisen in einigen Monaten erklären“, so Weber. Konrad Kriechbaumer