Obing – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Obing will vom 8. bis zum 12. Juli groß das 150-jährige Vereinsjubiläum feiern. Noch stehen die Feierlichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie auf der Kippe – doch die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn möglich soll es ein Angebot „to go“ geben. Die Verantwortlichen lassen sich nicht entmutigen.
„Wir hoffen auf ein Wunder“, sagt der Obinger KSK- Vorsitzende Ernst Hofstetter und verrät, dass er und seine Vorstandskollegen seit Beginn der Corona-Pandemie schon so manches Stoßgebet gen Himmel gesandt haben. Anfang vergangenen Jahres sei man noch zuversichtlich gewesen, „dass 2021 oiwei was geht, weil sich keiner vorstellen konnte, dass die Situation gut ein Jahr später immer noch so angespannt ist“, sagt der KSK-Chef.
Drei Jahre Planung
wären umsonst
Nun steht das 150-jährige Vereinsjubiläum vor der Tür und die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen werden mehr. In wenigen Monaten soll groß mit allen Ortsvereinen und den Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaus gefeiert werden, doch ob ein Fest mit etwa 1200 erwarteten Gästen dann tatsächlich stattfinden kann, steht in den Sternen. Müssten die Feierlichkeiten abgesagt werden, wären rund drei Jahre Vorbereitungsarbeit vergebens.
„Verschieben ist nicht möglich“, sagt Ernst Hofstetter. Bei den KSKlern würden üblicherweise nur Jubiläen in 25iger-Schritten gefeiert. Eine 151-Jahr-Feier werde es nicht geben, zumal in Obing 2022 bereits Schützen und Feuerwehr mit ihrer gemeinsamen Festwoche in den Startlöchern stehen. Auch ein Fest mit Maske komme nicht in Frage. „Wir sind noch guter Dinge, dass sich die Corona-Situation bis zum Sommer entspannt und das Vereinsjubiläum wie geplant durchgezogen werden kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, betont der KSK-Chef.
Ansonsten sei Schadensbegrenzung angesagt, denn bisher sei der Verein bereits mit rund 6000 Euro in Vorleistung gegangen. Eine nicht unerhebliche Summe könnte noch einmal für die Stornierung des Festzelts und das ganze Drumherum fällig werden, befürchtet Hofstetter.
Für die Bierzeltanlage sei glücklicherweise noch kein Vertrag geschlossen worden und mit den Musikkapellen müsse über eventuelle Ausfallkosten noch geredet werden. 2018 hatten sich die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung dafür ausgesprochen, das Jubiläum groß zu feiern. „Und die Obinger haben sich darauf gefreut“, sagt Hofstetter. Der Festausschuss habe ein attraktives Programm auf die Beine gestellt und viele Dorfvereine hätten bereits ihre Mithilfe zugesagt.
„Letztlich werden wir das Fest der aktuellen Lage anpassen“, sagt Ernst Hofstetter. Für den Bierzeltbetrieb müssten mindestens 1000 Besucher erlaubt sein. Falls dies nicht der Fall sei, wäre auch nur ein Festgottesdienst mit den Ortsvereinen sowie dem Bruderverein aus Albertaich und dem Patenverein aus Pittenhart am Festsonntag mit Mittagessen auf dem Rathausplatz vorstellbar.
Festschrift gibt
es auf alle Fälle
Die Festschrift wird es in jedem Fall geben. Ebenso soll das ursprünglich für den vergangenen Herbst geplante Patenbitten bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Pittenhart noch nachgeholt werden. Zustimmung sei aber bereits signalisiert worden, schmunzelt Hofstetter. „Das Kesselfleischessen in Honau am 30. April und das Steckerlfischgrillen am 7. August am Rathausplatz finden sicher statt.
Je nach Corona-Lage gibt es die Schmankerl dann halt „to go“.