Eiselfing/Amerang/Babensham – Blau machen mal anders: Statt zu schwänzen, verbreiten die Feuerwehren im Wasserburger Land die Botschaft: „Wir sind auch weiterhin für euch da.“ Bei der „Social-Media-Challenge“ #bluelightfirestation fordern sich die Feuerwehren und Polizeistationen gegenseitig heraus, die blauen Rettungslichter ihrer Fahrzeuge für einige Sekunden anzuschalten und sich dabei zu filmen. Damit wollen sie die positive Botschaft verbreiten. Mitgemacht haben bisher die Feuerwehren Amerang, Babensham und Eiselfing. „Wir dürfen nur noch in kleinen Gruppen trainieren“, erklärt Eiselfings Bürgermeister und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, Georg Reinthaler. So könne zwar problemlos die Einsatzbereitschaft sichergestellt werden, aber Einschränkungen gibt es trotzdem. Gemeindeübergreifende Übungen können derzeit nicht stattfinden. Auch größere Übungen müssen ausfallen. Doch vor allem eines fehlt: „Die Gemeinschaft. Wie bei allen Vereinen.“ Zusammensitzen, sich unterhalten und auch andere Mitglieder, außerhalb der Kleingruppe, treffen: nicht möglich. Reinthaler macht sich dabei vor allem Sorgen um den Nachwuchs. „Für die Jugendfeuerwehr können wir kaum Angebote bieten“, erklärt Reinthaler. Es bestehe Gefahr, dass die Jugendlichen das Interesse verlieren. „Wir müssen die Motivation hochhalten.“ Auch dafür ist eine solche Challenge gut. Die Nachricht: „Wir sind noch da“ könne darüber vermittelt werden. „Und“, sagt Reinthaler, „es sieht auch schön aus.“Sophia Huber