Ein weitgereister Oldtimerfan

von Redaktion

Unternehmer Manfred Holzner mit 73 Jahren gestorben

Nußdorf – „Er war einfach ein lieber Mensch, den man nicht gerne hergibt“, sagt sein ehemaliger Gemeinderatskollege, der heutige Bürgermeister Sepp Oberauer, über Manfred Holzner. Holzner starb jetzt im Alter von 73 Jahren.

Seine Kindheit verbrachte Manfred Holzner in Rosenheim, am Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien machte er Abitur, studierte dann in München Bauingenieur und setzte in Rosenheim den Wirtschaftsingenieur oben drauf. Die fundierte Ausbildung sollte er schnell brauchen, denn schon 1974 starb sein Vater, Holzner übernahm mit Bruder Hans die elterliche Baufirma.

Im selben Jahr hatten Holzner und seine Christine geheiratet, Sohn Christian und Tochter Barbara machten die Familie, mittlerweile in Nußdorf ansässig, komplett.

1978 wurde Holzner in den Gemeinderat gewählt. Er war aber auch darüber hinaus im Ortsleben aktiv, Mitglied in mehreren Vereinen und Jäger. „Er war ein sehr engagierter Mitbürger mit dem Herz am rechten Fleck“, sagt Sepp Oberauer über ihn. Und Holzner sei ein großer Unterstützer der Nußdorfer Vereine gewesen. Vor allem aber war er Initiator der Nußdorfer „Oldtimerparade“, denn alte Fahrzeuge waren seine große Leidenschaft. Er war selbst als Slalom- und Rallyefahrer in ganz Europa am Start, gab diese Begeisterung auch an Sohn Christian weiter. „Wir waren viele Jahre mit zwei Autos am Start. Meinem Vater ging es vor allem um den Spaß am Fahren. Ohne den hätte er aufgehört“, erzählt Christian Holzner. Seine Schwester habe den beiden Männern lieber vom Publikum aus zugejubelt.

Sein politisches Engagement beendete Manfred Holzner 1996. Ein Jahr später teilten er und Bruder Hans den Familienbetrieb auf, das Schotterwerk wurde ausgegliedert. Damit wollten die Brüder vermeiden, dass es in der nächsten Generation zu Reibereien zwischen den fünf Cousinen und Cousins kommt, so Christian Holzner. Der Aufbau des Schotterwerkes sei sehr viel Arbeit gewesen, erinnert sich Christian Holzner. Das Werk musste komplett neu aufgestellt werden, was seinen Vater viel Energie und Zeit kostete.

Wann immer es ging packte Manfred Holzner seine Sachen und verschwand in die Welt. Er liebte es, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen „und er hat es verflucht, dass das wegen Corona nicht mehr ging“, erzählt Christian Holzner. Sylvia Hampel

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