Gemeinde lässt Schutzkonzepte erarbeiten

von Redaktion

Schechen analysiert Hochwassersituation vom August 2020

Schechen – Das sollte möglichst nicht mehr passieren: Beim vergangenen Starkregen Anfang August 2020 ist es im Bereich Angerbach in Schechen zu Überflutungen gekommen. Einfluss auf die Abflussverhältnisse im Ortsbereich Pfaffenhofen haben der Schustergraben mit seinem Einzugsgebiet aus dem Gemeindegebiet Schechen sowie der Angerbach aus dem Stadtgebiet Rosenheim.

„Wir vermuten aber, dass es nicht aus Rosenheim kommt, sondern eher der Schustergraben die Ursache war“, so Schechens Bürgermeister Stefan Adam in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates. Für den Angerbach hat die Stadtentwässerung Rosenheim nämlich bereits ein hydrodynamisches Berechnungsmodell erarbeiten lassen. Weil das Modell aber bloß bis zur Stadtgrenze von Rosenheim reicht, wurde der Schustergraben nicht berücksichtigt.

Manfred Altenweger (CSU) sprach eine andere mögliche Ursache an. Er berichtete, vom Hochwasser betroffen gewesen zu sein. Als der Rosenheimer Bauhof einen Biberbau im Schustergraben entfernt hatte, sei das Wasser abgeflossen.

Um die Entstehung des Hochwassers eindeutig zu klären, schlug Bürgermeister Adam jetzt vor, ein integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept erarbeiten zu lassen. Die Kosten dafür werden auf rund 60000 Euro geschätzt. Der Freistaat Bayern stellt Fördermittel in der Höhe von 75 Prozent in Aussicht. Der Gemeinderat unterstützte das Vorhaben einstimmig.khe

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