Bad Feilnbach – Viel zu früh mussten die Angehörigen von Christa Maier aus Sonnenham vor wenigen Tagen von der Ehefrau, Mutter, Oma, Tochter und Schwester Abschied nehmen.
Die wegen ihres ruhigen und bescheidenen Wesens allseits beliebte Daxhamer-Christa wurde aufgrund einer schweren Erkrankung nur 56 Jahre alt. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs Christa Maier auf dem Schmied-Hof in Sonnenham auf und absolvierte nach dem Schulbesuch eine Lehre als Hotelfachfrau.
Anschließend besuchte sie noch die Hauswirtschaftsschule. Mit knapp 20 Jahren heiratete sie dann in den benachbarten Daxhamerhof ein und bewirtschaftete zusammen mit ihrem Mann mit Hingabe das Anwesen mit Kühen, Kälbern und einem großen ertragreichen Obstgarten.
Zusätzlich versorgte sie ihre Schwiegereltern und übernahm später deren Pflege, was nicht immer eine leichte Aufgabe war. Die Mutter von zwei Kindern und vierfache Oma hatte viel Freude mit den Enkeln, die sie gerne mit dem Auto kutschierte und die mit Vergnügen bei Oma und Opa übernachteten.
In ihrer Freizeit beschäftigte sie sich mit Lesen, Rätseln und Puzzlespielen oder besuchte ihre Mutter zum Kaffeetrinken. Dank ihres guten Zahlengedächtnisses wusste sie die Geburtstage vieler Personen auswendig.
Nachdem sie sich am Tag vor ihrem Ableben noch von ihren Liebsten verabschieden konnte, fand sie – geleitet von vier Schalkfrauen – ihre letzte Ruhestätte nun auf dem Friedhof in Kematen. Pater John feierte den Gottesdienst und sprach die kirchlichen Gebete bei der Beerdigung. Der Vorsitzende des Trachtenvereins „Edelweiß“ Dettendorf-Kematen, Martin Impler, bedankte sich für eine 40-jährige treue und aktive Mitgliedschaft.
Unter den Klängen der Trachtenkapelle Dettendorf senkte sich die Vereinsfahne vor dem offenen Grab zum letzten Gruß. ay