Schechen – Straßenbeleuchtung und Co. werden in Schechen weiterhin mit Ökostrom betrieben. Allerdings nicht mehr geknüpft an eine sogenannte „Neuanlagenquote“, die explizit die Errichtung neuer Anlagen von erneuerbaren Energien fördert.
Die Gemeinde Schechen beteiligt sich an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung. Alle paar Jahre muss unter anderem entschieden werden, welche Art Strom beschafft werden soll. Bei der vergangenen Ausschreibung in 2018 hat man sich in Schechen für Ökostrom mit Neuanlagenquote festgelegt. Hierbei stammt ein Anteil von mindestens 50 Prozent des gelieferten Stroms pro Kalenderjahr aus Neuanlagen von Wind-, Solarenergie oder Biomasse, die nicht älter als vier Jahre vor dem ersten Januar 2023 errichtet wurden. Bei den Energiearten Wasserkraft und Geothermie dürfen die Anlagen nicht älter als sechs Jahre sein. Der Strom ist zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Zur Auswahl standen für die Gemeinderäte also Normalstrom, Ökostrom mit und Ökostrom ohne Neuanlagenquote.
Die Bieterbeteiligung sowie das Preisniveau zwischen Normalstrom und Ökostrom ohne Quote bewege sich in ungefähr der gleichen Größenordnung, wie Schechens Bürgermeister Stefan Adam erklärte. Die Ausschreibung von Ökostrom mit Quote spiele in der Praxis noch eine untergeordnete Rolle, so dass die Bieterbeteiligung hierbei geringer sei. Die Folge: Mehrkosten von 0,5 bis 1,2 Cent pro Kilowattstunde. Für die Gemeinde Schechen mit einem Stromverbrauch der kommunalen Anlagen von rund 350000 Kilowattstunden im Jahr wären das Mehrkosten von 2000 bis 5000 Euro.
Der Gemeinderat einigte sich auf den Mittelweg: Ökostrom sollte es schon werden, aber ohne Neuanlagenquote. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.hke