Wie soll „Aschau 2035“ aussehen?

von Redaktion

Bürger sollen in Arbeitskreisen einen Plan festlegen – im April könnte es losgehen

Aschau – „Aschau 2035“ – das heißt: mit allen Ortsteilen eine lebendige und zukunftsorientierte Gemeinschaft zu bilden. So lautet der Zukunftsplan, den die Aschauer Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen haben. „Wir leben unsere vielseitige alpine Kultur und sind uns unserer Traditionen bewusst. Gleichzeitig sind wir aufgeschlossen und haben Mut zu Neuem“, heißt es im neuen Leitbild der Prientalgemeinde.

Da dieses in mehreren Sitzungen und Workshops des Gremiums unter Mitwirkung und Moderation der Geschäftsführerin von „Allianz in den Alpen“ Katharina Gasteiger ausführlich vorbereitet wurde und alle Gemeinderäte im Vorfeld in die Erstellung eingebunden waren, gab es keine Diskussionen dazu.

Altes Leitbild aus
90er-Jahren überholt

Der neue Katalog löse laut Bürgermeister Simon Frank (ZfA) das bisher gültige, mehrfach angepasste Leitbild aus den 90er-Jahren ab. Der Tourismusexperte Professor Dr. Dr. Ulrich Pietrusky hatte dieses erstellt und ihm eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren prophezeit. Nach der doppelten Zeit habe es nun durch die Erstellung von „Aschau 2035“ endgültig ausgedient.

Zur Umsetzung dieses Konzepts in „das wahre Leben“ beschloss das Gremium – ebenfalls einstimmig – die Erstellung eines Maßnahmenplans.

Im nächsten Schritt stehe dessen Erarbeitung an, so Frank. Dieser soll den Entscheidungsträgern und der Verwaltung als „Fahrplan“ dienen. Mitglieder des Gemeinderates sowie interessierte Bürger sollen in Arbeitskreisen zu jedem der fünf Themengebiete eingeladen werden. Diese Arbeit könne ab April starten. Die Ergebnisse daraus sollen dann dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

In einem dreistündigen Workshop sollen im Vorfeld in jedem der fünf Arbeitskreise verschiedene vorliegende ldeensammlungen berücksichtigt, sortiert sowie gemeinsam durch weitere Vorschläge ergänzt werden.

Nach dem Abschluss der Vorarbeiten soll ein Redaktionsteam die ldeensammlungen aus den Gruppen durchgehen und gegebenenfalls Doppelungen streichen sowie einen Vorschlag zur Priorisierung und zur zeitlichen und finanziellen Planung erarbeiten. Dieser diene anschließend als Grundlage für die weitere Arbeit im Gemeinderat.

Die fünf Workshops und auch die Arbeit im Redaktionsteam werden von Katharina Gasteiger moderiert und fachlich begleitet. Die Gemeinde Aschau habe damit die Möglichkeit genutzt, dass ein Teil dieser Begleitung über die Beteiligung „KlimaFit“ gefördert wird. Bei diesem Projekt entwickele das Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ ein ganzheitliches Planungsinstrument, mit dem Kommunen den Stand der eigenen nachhaltigen Entwicklung ausloten können, um auf Basis dieser Ergebnisse mittelfristig weiter die Zukunft zu planen.

Für Aschau ergebe sich laut dem Rathauschef damit eine Win-win-Situation: „Da die Gemeinde ohnehin einen Maßnahmenplan erstellen möchte und dafür eine externe Begleitung sinnvoll ist, lässt sich hier über das Förderprojekt ein großer Nutzen für die Gemeinde schaffen.“ Zwei von fünf Workshops einschließlich der notwendigen Vor- und Nachbereitung seien über das Projekt finanziert.

„KlimaFit“-Projekt
soll helfen

Die regelmäßige Abstimmung zwischen Bürgermeister sowie Verwaltung sei dabei einkalkuliert, die Ergebnisse des Planungsinstruments böten einen zusätzlichen Anstoß für die Erstellung des Maßnahmenplans und könnten so bei der Priorisierung helfen oder inhaltliche Lücken schließen.

Bürger können sich engagieren

Zu jedem der fünf Themengebiete wird ein Arbeitskreis unter der Leitung und Moderation von Katharina Gasteiger gegründet, der seine Arbeitsergebnisse dem Gemeinderat vorlegen wird. Diese sind „Soziales & Bildung“, „Leben & Arbeit“, „Wirtschaft & Tourismus“, „Freizeit & Kultur“, „Umwelt & Klima“. Interessierte mit Bezug und Affinität für ein Thema sollen zusätzlich zu den Mitgliedern des Gemeinderates zu jedem der fünf Themengebiete eingeladen werden. Diese Arbeit könnte ab April starten.

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