Bad Endorf – Einstimmig befürwortete der Bad Endorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, mit der Maßnahme „Friedhof Bad Endorf“ zu beginnen und die Haushaltsmittel für das Projekt – aufgrund der Dringlichkeit – während der vorläufigen Haushaltsführung freizugeben.
Bürgermeister Alois Loferer (CSU) fasste die Chronologie zusammen. Bereits anfang 2020 hatte das Gremium festgehalten, dass „aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Urnenplätzen und der immer weiter sinkenden Nachfrage nach Sargbestattungen Handlungsbedarf besteht. Man müsse den Bürgern die Bestattungsmöglichkeit anbieten, „die sie wünschen“, sagte Bürgermeister Loferer.
Der Gemeinderat beschloss daraufhin im Herbst vergangenen Jahres einstimmig, den Friedhof im Bereich der Urnenbestattungen zu erweitern und ein zusätzliches Sozialgrab zu errichten. Ferner gab der Rat grünes Licht dafür, die weitere planerische und technische Begleitung des Projekts an das Bad Endorfer Architekturbüro Schelle, Heyse und Behr Partnerschaft zu vergeben, das schon für den Entwurf verantwortlich zeichnete.
Zudem sollte der Bauhof möglichst viele der dafür anstehenden Arbeiten übernehmen. Im Finanzplan 2021 seien dafür 50000 Euro brutto eingeplant gewesen, im Haushaltsentwurf für 2021 sei aber der Ansatz für das Jahr 2021 aufgrund der vorliegenden Kostenschätzung und des Architektenhonorars auf 80000 Euro erhöht worden, so der Rathauschef weiter.
Allerdings befinde sich der Markt Bad Endorf noch bis zur Verabschiedung und Genehmigung des Haushaltes in der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung. Die Arbeiten könnten also nur begonnen werden, wenn der Rat die Dringlichkeit der Maßnahmen, wie in der Geschäftsordnung festgelegt, anerkennt.
Ein zeitnaher Beginn des Friedhofprojekts sei geboten, sagte Loferer, denn das gemeindeeigene Sozialgrab weist keine Kapazitäten mehr auf. Die Gemeinde ist verpflichtet, Bestattungen von Amts wegen durchzuführen. Auch die Urnenmauer und die Urnenwände sind voll. Zudem stehe für die Pflanzzeit nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung und die Zeit für die Bestellung sowie Beschaffung der Pflanzen müsse berücksichtigt werden.
Ohne weitere Nachfragen genehmigte der Rat einstimmig den Beginn der Maßnahme „Friedhof Bad Endorf“ und die Freigabe der Haushaltsmittel für das Projekt im Rahmen der Wirtschaftlichkeit bis zu einer Höhe von 80000 Euro.Elisabeth Kirchner