Mutmaßliche Schleuser bei Grenzkontrollen festgenommen

von Redaktion

Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen zwei Männer – Zwei Inder nach Österreich abgeschoben

Rosenheim/Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Wochenende auf der A93 mehrere Männer festgenommen, die beschuldigt werden, dass sie ihren Reisebegleitern zu illegalen Einreisen verhelfen wollten. Ein Pakistaner und ein Deutscher müssen voraussichtlich schon bald mit Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen.

Samstagnacht kontrollierten die Bundespolizisten auf Höhe Kiefersfelden die Insassen eines in Polen zugelassenen Reisebusses. Unter ihnen befand sich auch eine fünfköpfige pakistanische Reisegruppe, die laut Fahrschein bereits in Italien zugestiegen war. Lediglich einer der fünf Pakistaner verfügte mit seinem Pass und einer polnischen Aufenthaltsgenehmigung über Einreisepapiere.

Ersten Ermittlungen der Bundespolizei zufolge hatte der 44-Jährige die Busreise für seine vier Landsleute organisiert. Der Mann wurde wegen Schleusungsverdachts angezeigt, bevor er die Reise zu seinem Wohnort in Polen fortsetzen konnte. Seine vier Begleiter wurden an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Schleuserei musste zuvor auch ein 65-jähriger Pkw-Fahrer entgegennehmen. Der ursprünglich aus Indien stammende Deutsche beförderte in seinem Auto zwei indische Staatsangehörige. Sie hatten keine Papiere bei sich. Deren Angaben zufolge diente die Fahrt ausschließlich dem Zweck, die beiden Inder von Italien nach Deutschland zu bringen. An der Rastanlage Inntal Ost sorgte die Bundespolizei jedoch für das vorzeitige Reiseende. Während der angezeigte Fahrzeugführer nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen allein weiterfahren durfte, mussten seine beiden Mitfahrer nach Österreich zurückkehren.

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