Mehr Platz für die jüngsten Bürger

von Redaktion

Container für neue Gruppe in der Vogtareuther Kita – Kein Waldkindergarten?

Vogtareuth – Die Gemeinde ist auf Wachstumskurs. Zwar nicht bei den Finanzen, aber bei den Kindern. Der Vogtareuther Kindergarten ist fast voll, doch bei der Einschreibung im März haben Eltern weiteren Bedarf angemeldet. Eine Lösung muss her. Die Gemeinderäte haben nun entschieden.

75 Plätze gibt es im Kindergarten „Zauberberg“ in Vogtareuth, 74 davon sind derzeit belegt, 17 Kinder wechseln und 27 neue Mädchen und Jungen drängen in die Gruppen. Diese Zahlen stellte Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG) in der Sitzung seinen Ratskollegen vor.

Ortsbesuch
mit Architekt

Demnach könne man mindestens zehn Kindern keinen Platz anbieten, rechnete er vor und schob seinen Vorschlag gleich hinterher: ein Container neben dem Kindergarten. Zusammen mit einem Architekten habe er geschaut, wo man den Container positionieren könnte –zum Beispiel zwischen dem Kindergarten und dem Feuerwehrhaus. Die Frage von Brigitte Neugebauer (CSU/Parteifreie Wähler), ob eine Verbindung zwischen Container und Kindergartenhaus möglich sei, verneinte der Bürgermeister. Das sei brandschutzrechtlich nicht möglich. Was aber möglich sein soll: 15 bis 20 Kinder in dem voraussichtlich circa 90 Quadratmeter großen Container unterzubringen. So könne man die Gruppen entzerren und die Kinder besser betreuen.

Bernhard Maicher (AfG) fragte, ob der Container gemietet oder gekauft werde. Den werde die Gemeinde mieten, sagte Leitmannstetter. Kosten: 1600 Euro im Monat, für zwei Jahre angesetzt. Er machte deutlich: Der Container sei keine langfristige Lösung, er fange nur den akuten Bedarf auf. Es braucht eine Alternative.

Vielleicht ein Waldkindergarten? Diese Idee steht schon länger im Raum. Erst in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung hatten Gemeinderatsmitglieder angeregt, darüber nachzudenken. Ob dieses Thema denn mit der Containerlösung jetzt vom Tisch sei, fragte Tamara Hirsch (AfG).

Laut Bürgermeister nicht, man habe sich schon Gedanken über ein Grundstück gemacht. Aber: Man müsse die Zufahrt zum Kindergarten klären, mit den Waldbesitzern sprechen, den passenden Bauwagen finden. „Das ist nicht so einfach.“ Sein erster Stellvertreter Johann Bürger-Schuster (CSU/Parteifreie Wähler) pflichtete ihm bei: „Bedarf, Wünsche und Möglichkeiten müssen mit Eltern und Betreibern erst abgeglichen werden“.

Fazit: Nein, der Waldkindergarten ist nicht vom Tisch. Die Container-Übergangslösung haben die Gemeinderäte derweil einstimmig beschlossen.

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