Einstimmiges Ja zum Haushalt 2021

von Redaktion

Samerberger Gemeinderat beschließt Zahlenwerk mit 8,2 Millionen Euro

Samerberg – Die Gemeinde Samerberg hat den Haushalt für 2021 verabschiedet. Er umfasst dieses Jahr ein Gesamtvolumen von 8,218 Millionen Euro. Damit liegt die Summe um knapp zwei Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau.

„Die Reduzierung betrifft den Vermögenshaushalt, der nach dem Ende der Kindergarten-Baustelle nun wieder auf dem üblichen Niveau liegt“, erklärte Bürgermeister Georg Huber (Parteifreie/ÜWG) bei den Haushaltsberatungen im Gemeinderat. Alle Gemeinderäte stimmten dem Entwurf zu. Zuvor hatte bereits der Finanzausschuss das umfangreiche Zahlenwerk vorberaten.

Gemeinde hat 2020
gut überstanden

Der Verwaltungshaushalt liegt bei sechs Millionen Euro, während der Vermögenshaushalt bei 2,1 Millionen abschließen soll. „2020 ist die Gemeinde Samerberg finanziell gut über die Runden gekommen, die Folgejahren werden voraussichtlich bedeutend schwieriger“, sagte Huber. Kämmerer Werner Fuchs prognostizierte eine Verringerung der Gewerbesteuer um mehr als die Hälfte von 967000 Euro im Vorjahr auf heuer 450000 Euro.

Die Schlüsselzuweisungen würden bei 854000 Euro (Vorjahr 878000 Euro) stabil bleiben, die Beteiligung an der Einkommenssteuer verbessere sich von 1,686 Millionen Euro auf nunmehr 1,823 Millionen Euro, während die Kreisumlage von 1,370 auf 1,384 Millionen Euro ansteige.

Im Mittelpunkt der Gemeindehaushalte stehe seit 2019 die Finanzierung des Kindergarten-Neubaus, der nun mit knapp 5,3 Millionen Euro Gesamtbaukosten wie geplant abgeschlossen werden konnte, informierte Huber. Trotzdem würde das Thema weiterhin die Gemeindekasse belasten, weil die Zuschüsse später ausbezahlt werden als erhofft. Die Kommune müsse die Baukosten vorfinanzieren. Von 2,2 Millionen Euro Fördergeldern sei heuer noch eine Million bei den Einnahmen eingeplant.

„Weitere große Brocken im Haushalt 2021 liegen vor allem im Tiefbau, denn es stehen die Erschließungen der beiden Baugebiete Heubergstraße in Grainbach (200000 Euro) und in Hundham (400000 Euro) bevor“, erklärte Huber.

Diese Erschließungen könnten aber zum Großteil wieder durch Herstellungsbeiträge der Anlieger vereinnahmt werden.

Aber auch für die Breitbandversorgung – die Telekom beginnt in den nächsten Tagen mit dem Bau – wird die Gemeinde heuer rund 300000 Euro ausgeben.

Weitere größere Ausgaben betreffen die Beteiligung der Gemeinde an dem Brücken-Neubau im Mühltal (125000 Euro), den Kauf des Mannschaftstransportwagens für die FW Grainbach (60000 Euro), die Fertigstellung der FW Garage in Roßholzen (50000 Euro) sowie Investitionen in das Trinkwassernetz. 75000 Euro stehen laut Huber für einen Straßenbau am Lärchenweg in Eßbaum zur Verfügung. Ebenfalls auf der Ausgabenseite stünden 170000 Euro Darlehenstilgung und eine Zuführung zur Rücklage in Höhe von 137000 Euro.

Kreditaufnahme ist
nicht vorgesehen

Auf der Einnahmenseite erwartet die Gemeinde Fördermittel für den Kindergarten Neubau (eine Million Euro) und für die Feuerwehr-Investitionen (50000 Euro). Etwa 400000 Euro Einnahmen werden durch Grundstücksverkäufe an Einheimische eingeplant, so Huber. 126000 Euro beträgt die Investitionspauschale des Freistaats, vom Verwaltungshaushalt könne ein Überschuss von 195000 Euro im Vermögenshaushalt wieder berücksichtigt werden.

Unverändert bleiben die Steuerhebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern in Höhe von 330 Punkten. Eine Kreditaufnahme ist laut Huber nicht vorgesehen. Geschäftsleiter Andreas Müllinger erläuterte den Stellenplan: Derzeit beschäftigt die Gemeinde 61 Mitarbeiter, darunter 26 Teilzeitkräfte.

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