Wasserburg/Ramerberg – Die Brücke über die Attel ist Teil der wichtigen Verkehrsachse B15 zwischen Rosenheim und Landshut. Jetzt soll sie durch das Staatliche Bauamt Rosenheim für schätzungsweise 700000 Euro saniert werden. Das Brückenbauwerk hat schon über 50 Jahre auf dem Buckel. Der stetig steigende Auto- und Schwerlastverkehr, die Witterung, aber auch die Zeit haben bei der alten Lady ihre Spuren hinterlassen: Ab dem 6. April lässt das Staatliche Bauamt Rosenheim die 47 Meter lange Brücke im Gemeindegebiet Wasserburg und Ramerberg generalsanieren. „Damit verhindern wir, dass die Brücke vorzeitig durch eine neue Brücke ersetzt werden muss“, erklärt Zacharias Kleber, Abteilungsleiter Konstruktiver Ingenieurbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim, und ergänzt: „Mit über 50 Jahren hat die Brücke schon mehr als die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht.“
Ampelschaltung
statt Vollsperrung
Um nicht zu stark in den fließenden Verkehr einzugreifen, wird die Sanierung statt mit einer Vollsperrung mit einer halbseitigen Verkehrsführung durchgeführt. Dafür wird während der gesamten Bauzeit eine verkehrsabhängige Baustellenampel errichtet und der Verkehr auf verengter Fahrbahn über die Brücke geführt. „Die wesentlichen Arbeiten bei der Generalsanierung bestehen im Abriss der bestehenden Brückenkappen, mit Gehweg und Geländer und im Ausbau des Fahrbahnbelags und der Übergangskonstruktion“, so Kleber. „Nach der Schadensaufnahme werden entsprechende Ausbesserungsarbeiten am Brückenüberbau durchgeführt.“ Anschließend werden die Fahrbahnplatte neu abgedichtet, die Bordsteine gesetzt, die Kappen betoniert, 116 Meter neues Brückengeländer installiert und schließlich eine neue Fahrbahndecke aufgebracht.
„Um den Zeitraum der Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, wurden sämtliche Arbeiten so weit wie möglich optimiert,“ so Kleber.
Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende August geplant. Nach ihrer Sanierung sei die Brücke über die Attel wieder bereit, dem Verkehr in den nächsten Jahrzehnten zu dienen, so die Planer.