Frasdorf – Mangelnde Belüftungsmöglichkeiten, feuchtes Mauerwerk und Entwässerungsdrainagen, die nichts bringen – der Dachboden im alten Pfarrhof in Frasdorf kann von der Gemeinde nicht genutzt werden, berichtete Bürgermeister Daniel Mair (CSU) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dies hätten die Verantwortlichen bei einer Bestandsaufnahme des Speicherraums unter dem großen Dach des Bauwerks aus dem frühen 18. Jahrhundert festgestellt.
Sanierungsbedarf in
allen Stockwerken
Aber auch eine Verwendung der Räume im Erd- beziehungsweise Obergeschoss für die Bücherei oder einen gemeindlichen Jugendraum sei derzeit anscheinend nicht möglich. „Das Gebäude gehört der Kirche und damit hat die Kirche die erste Wahl, welche Räumlichkeiten sie braucht und künftig nutzen will“, so der Rathauschef. Für die Gemeinde wäre nur eine Mitbenutzung einzelner Räume möglich, sofern diese von der Kirche nicht gebraucht würden. „Vor dem Einzug müssten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, das Gebäude ist im Erdgeschoss nur bedingt nutzbar, da die Wände feucht sind und durch mangelhafte Belüftungsmöglichkeiten nicht getrocknet werden können.“, erklärte Mair.
Bei der Bestandsaufnahme der Bausubstanz durch Vertreter der Kirche und der Gemeinde sei es auch nicht speziell um Raumverteilung oder künftige Nutzungsmöglichkeiten gegangen, sondern lediglich um eine Feststellung des aktuellen Bauzustandes.
Zuletzt fanden vor sieben Jahren umfangreiche Renovierungsarbeiten am Pfarrhof statt: Das Dach wurde erneuert, und ein neuer Außenanstrich gab dem Gebäude ein gefälliges Äußeres. Leider sei es nicht gelungen, so der Bürgermeister weiter, die Mauern durch die eingebauten Drainagen trockenzulegen. Auch der beißende, modrige Geruch hätte nicht aus dem Haus vertrieben werden können.
Auch Zuschuss für
Kirchturm erbeten
Bei einer Besprechung mit Pfarrer Paul Janßen und der Kirchenverwaltung seien auch die Kosten für die Renovierung des Kirchturms auf den Tisch gekommen. Dabei habe die Kirchenverwaltung die Gemeinde um einen Zuschuss gebeten. Dieser solle vor allem für die Turmuhr und die Außengestaltung des Turmes verwendet werden. Die Pfarrgemeinde brauche hier dringend die Unterstützung der politischen Gemeinde.
Der Gemeinderat beschloss, sich mit 20000 Euro an der Renovierung zu beteiligen und das Geld im Haushalt 2021 bereit zu halten. Der Zuschuss wird der allgemeinen Rücklage entnommen.