Schnaitsee kauft Schule Waldhausen

von Redaktion

Verband stellt Gebäude für Einrichtung eines Kinderhauses zur Verfügung

Schnaitsee – In nichtöffentlicher Sitzung hat der Schulverband Schnaitsee beschlossen, dass das Schulgebäude Waldhausen mit Turnhalle und Außenflächen zu einem Preis von
2,063 Millionen Euro an die Gemeinde Schnaitsee verkauft wird. Unmittelbar nach der Entscheidung wurde dieser Beschluss öffentlich verkündet.

Damit kann die Gemeinde Schnaitsee in das Schulhaus Waldhausen das geplante Kinderhaus mit Krippe und Kindergartengruppen einbauen. Die Grundschulklassen aus Waldhausen werden in das Schulhaus Schnaitsee integriert. Durch bauliche Maßnahmen und Umnutzung verschiedener Räumlichkeiten stehen die benötigten Klassenzimmer im Schulgebäude Schnaitsee dafür zur Verfügung.

Digitalisierung
schreitet voran

Von der derzeitigen digitalen Modernisierung des Schnaitseer Schulhauses profitieren somit alle Schüler der Grund- und Mittelschule Schnaitsee. Damit lägen optimale Lernbedingungen für die Schüler vor, hieß es von Seiten des Verbands.

Dazu passte auch der Punkt „Digitalisierung in der Schnaitseer Schule“, zudem Geschäftsleiter Thomas Perreiter berichtete. Die Firma Schlecht & Kaiser war mit dem Aufbau eines LAN-Netzwerkes für das komplette Schulgebäude mit Verwaltung seien noch offen.

Die Klimatisierung des neuen Serverraumes wurde für 7187 Euro an die Firma Weisky aus Trostberg vergeben. Mit 4360 Euro konnte die Aufgabe aber wesentlich günstiger abgerechnet werden, berichtete der Geschäftsleiter. Die Arbeiten seien zwischenzeitlich durch Brandschutzfragen gehemmt worden, da der Dachraum über der Aula direkt mit dem Dachraum der Klassenzimmer verbunden sei. Um den Auflagen gerecht zu werden, wurde die Firma CR-Trockenbau aus Eiselfing beauftragt, eine Trennwand im Dachgeschoss für 3836 Euro zu errichten. Durch die neue Brandschutzwand konnten einige Brandschutzkanäle bei der Verkabelung entfallen. Im Gegenzug konnten die Klassenzimmer mit mehr Anschlussmöglichkeiten ausgestattet werden, hieß es im Bericht von Perreiter. Und Perreiters nächste gute Nachricht: „Die Digitalisierung des Schulhauses wird mit einem Betrag von 94320 Euro vom Freistaat gefördert.“

Zudem gab Perreiter Hinweise zu weiteren Beschaffungen über zwölf Lehrerdienstgeräte, über 24 I-Pads mit Schutzhüllen und Ladekoffer und einem mobilen Router. Über das Förderprogramm Digitalbudget sollen in den nächsten Tagen weitere 30 I-Pads beschafft werden.

Da die derzeitige Ausstattung der EDV-Räume nicht mehr den Anforderungen entspreche, werde der EDV-Raum 1 um zehn weitere Plätze auf 25 erweitert, um auch größere Klassen unterrichten zu können. Geplant ist vor Beginn des nächsten Schuljahres die Erneuerung der EDV auf aktuellere Bildschirme und eventuell Micro-PC, hieß es weiter.

Beitritt zur
„Chiemgau GmbH“

Zudem beschloss das Gremium, dass neue Leinwände, Beamer und Lautsprecher in der Grundschule installiert werden.

Da die Anforderungen an das Personal im Öffentlichen Dienst stetig ansteigen, beschloss der Schulverband den Beitritt zur Dienstleistungsfirma „Chiemgau GmbH“. Dazu hat jede Gemeinde einen Geschäftsanteil von 1000 Euro zu zeichnen. Für Verbände kostet ein Anteil 500 Euro.

Bürgermeister Sepp Huber aus Babensham bezeichnete diese Gesellschaft als „eine sehr gute Geschichte“. Der Schnaitseer Bürgermeister Thomas Schmidinger ergänzte: „Wir kaufen uns damit absolute Kompetenz ein.“

Infos des Vorsitzenden

Der Vorsitzende des Schulverbandes, Schnaitsees Bürgermeister Thomas Schmidinger, informierte seine Kollegen in der Sitzung des Verbandes auch darüber, dass der Landkreis Traunstein die Beförderungskosten von Schnaitseer Schülern zur Mittelschule Obing nicht mehr übernimmt. Als Schadenersatz für ausgefallene Fahrten während des Lockdowns wurde Kostenersatz an die Busunternehmen Huber und Gmeindl erstattet, so Schmidinger.

Wegen der Untersuchung zur Altlastendeponie im Bereich der Freisportanlage muss die Sanierung derselben ausgesetzt werden, teilte er außerdem mit. ju

Artikel 3 von 11