Ein sozial und politisch erfülltes Leben

von Redaktion

Nachruf Der „Bichl-Bauer“ Martin Kurz aus Kiefersfelden stirbt mit 80 Jahren

Kiefersfelden – Im Alter von 80 Jahren verstarb Martin Kurz, der „Bichl-Bauer“ von Kiefersfelden.

Geboren am 18. September 1940 auf dem elterlichen „Bichlhof“, als eins von vier Geschwistern, schlug sein Herz immer für die Landwirtschaft. Nach der Volksschule besuchte er die Landwirtschaftsschule in Rosenheim und übernahm 1968 bereits den elterlichen Hof.

Zwei Jahre später heiratete er Katharina, mit der er im vergangenen Jahr im Kreise der Familie die goldene Hochzeit feierte. Aus ihrer Ehe gingen drei Buben hervor.

Das Leben des Verstorbenen galt der Landwirtschaft, die er ständig weiterentwickelte, denn er war Neuem gegenüber immer aufgeschlossen. Mit dem Prädikat „Bergbauernhof“ ausgezeichnet, hatten die Milchviehhaltung, Almenwirtschaft und der Forstbetrieb oberste Priorität, gefolgt von seinem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Engagement.

Martin Kurz war Bezirksalmbauer in Kiefersfelden und Oberaudorf und ein Vierteljahrhundert lang auch Jagdvorsteher in diesem Bereich. Als Gründungsmitglied prägte er die Waldbauernvereinigung mit, und in seiner Schöffenfunktion beim Amtsgericht Rosenheim wohnte er so manchem juristischen Tauziehen bei. Politisch engagiert zeigte er sich als CSU-Gemeinderat in Kiefersfelden. Diesem Gremium gehörte er von 1978 bis 1990 an. Als anerkannter Fachmann und Volksvertreter hielt er mit seiner Meinung nie hinterm Berg, war aber stets aufgeschlossen und akzeptierte die Meinung des politischen Gegners. Trotz dieser vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, denen er mit Energie und Herzblut nachkam, standen Familie und Hof nie hinten an. Mit ein prägnanter Charakterzug des Verstorbenen war sein nie nachlassender Mut.hko

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