Oberaudorf – Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme (16:1) beschlossen, am Förderprogramm „Alpiner Mobilitäts-Datenraum Inntal“ (Almoda) teilzunehmen. Bei dem Projekt geht es im Wesentlichen um die digitale Mobilität und die Verkehrslenkung im Inntal mit grenzüberschreitendem Datenraum. Auch die Gemeinde Kiefersfelden nimmt an dem Projekt teil (wir berichteten).
Zum Hintergrund: Die Gemeinde Oberaudorf hat im September 2020 den Anschluss an den KuKi-Mobilitätskorridor beschlossen, erinnerte Bürgermeister Matthias Bernhardt (FWO) in der jüngsten Sitzung. Mit diesem Anschluss ging auch das Versprechen einher, Projektanträge, die in Zusammenhang mit dem KuKi- Korridor stehen, zu stellen. Dazu gehöre auch das Projekt Almoda, dessen Start im Juni geplant ist.
Für Oberaudorf falle darunter zum Beispiel eine intelligente Verkehrssteuerung. Sprich: eine digitale Vorher- und Nachheranalyse der Verkehrs- und Fußgängerbewegungen am geplanten Zebrastreifen im Bereich des Nahkaufs sowie die Erstellung eines digitalen Verkehrsmodells für Oberaudorf. Christian Arbinger, Geschäftsführer von „Dimos“ (Digital Mobility Operating Systems), war in der vergangenen Sitzung anwesend, um das Projekt vorzustellen.
Angeregt wurde das Förderprogramm „Almoda“ 2020 durch die Machbarkeitsstudie der Gemeinde Oberaudorf für die Mobilität der Zukunft. Gefördert wird das Projekt, das auf eine Laufzeit von drei Jahren (2021 bis 2023) ausgerichtet ist, vom Bundesverkehrsministerium (BMVI). Als Projektpartner seien neben der Gemeinde Oberaudorf auch die Gemeinde Kiefersfelden sowie die TH Rosenheim, die FH Kufstein sowie weitere Unternehmen beteiligt, erklärte Arbinger. Im Moment sei „Dimos“ als Koordinator der Projektpartner dabei, die Einreichung der Vorhabensbeschreibungen zu organisieren. Arbinger findet es „toll“, dass zwei Nachbargemeinden an dem Projekt teilnehmen. „Die Gemeinden profitieren voneinander“, ist er überzeugt.
Während Oberaudorf ein intelligentes Verkehrssystem anstrebt, fokussiert sich Kiefersfelden vor allem auf den Einsatz von Drohnen für Rettungseinsätze der Feuerwehr Kiefersfelden. bfo