Zur Berichterstattung über den Frasdorfer Anger (Lokalteil):
Frasdorf – A8 – Dorfentwicklung – das sind keine Gegensätze, sondern wir müssen mit der A8 leben, die uns schon seit Jahrzehnten als Dorf durchtrennt, bei Stau zusätzlich auch noch die Hauptstraße. Eine Dorfentwicklung ist dadurch sehr schwer umsetzbar. Leichter ist es anscheinend, Einzelhandel, der laut Landesentwicklungsprogramm Bayern eigentlich im Dorfkern angesiedelt werden soll, als „Sondergebiet“ auf die grüne Wiese zu bauen. Erleichtert wurde dies durch die Aufweichung des Anbindegebotes, wodurch Gewerbegebiete an Autobahnausfahrten möglich sind, durch den damaligen Heimatminister (!) Markus Söder. So wurde dieses Projekt erst möglich.
Resignation in Frasdorf nach dem Motto „ist eh alles egal, da können wir nichts machen“ ist zu spüren. Doch Profit für seinen Betrieb aus der Autobahn zu schlagen, wie Hans Huber im Interview als Taktik angibt, ist der falsche Weg. Es geht um unser Dorf, um unsere Heimat! Der Anderl Hans und seine Familie haben in 30 Jahren einen Vorzeigebetrieb geschaffen, dafür meine Hochachtung! Doch ist der Neubau eines Regionalmarktes im bestehenden Betriebsgelände, wo auch Platz dafür wäre, besser aufgehoben. Die Angst, dass durch die Verlegung der Autobahnausfahrten die Kundschaft ausbleibt, ist unbegründet, denn der Käse und die Fleisch- und Wurstwaren sind sehr beliebt. Ein im Regionalmarkt integriertes Café mit Produkten von Frasdorfer Kuchenbäckereien würde wirklich zum Dorf- oder Hofcafé für alle werden. Gemeinsam das Beste aus dem A8-Ausbau machen und örtliche Betriebe ins Boot holen – das ist der richtige Weg!
Martina Mentzel
Frasdorf