Leserforum

Bauprojekt am „Frasdorfer Anger“ weiter in der Kritik

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die geplante Bebauung des Frasdorfer Angers:

Die Firma Miedl gibt für ihr Café „Frasdorfer Anger“ 200 Sitzplätze an – in den Angaben der Bauleitplanung sind Flächen von 600 Quadratmetern für den Gastraum, 730 Quadratmetern für die Terrasse und 200 Quadratmetern für den Verkauf vorgesehen. Nimmt man eine realistische Planung vor, und zieht von den 1330 Quadratmetern circa 300 Quadratmeter für Zwischenräume ab, so würde sich eine Netto-Fläche von rund 1030 Quadratmetern ergeben. Legt man pro Gast einen Platzaufwand von 1,5 bis zwei Quadratmetern fest, haben in dem Café statt der angegebenen 200 Gäste, locker 500 Gäste Platz. Bei Bedarf erweiterbar. Geht man davon aus, dass im Schnitt jeweils zwei Personen pro Auto anreisen, wäre dies bei voller Auslastung ein Parkplatzbedarf für 250 Fahrzeuge. All dies ausschließlich für das Café Miedl. Hier wurden die Kunden für den Verkauf mit 200 Quadratmetern Fläche nicht berücksichtigt. Bei den aktuell 49 plus 30 geplanten Parkplätzen für Miedl und Anderlbauer stellt sich die Frage: wo parkt der Rest? Auf dem Fahrradweg, der nach Aschau führt? Auf dem Weg zur Kiesgrube? Auf dem Feldweg zur Sagbergstraße? Auf den anliegenden Wiesen? Oder auf dem Parkplatz am Sportplatz? Es drängt sich somit zwangsweise die Frage auf, wann wird um den Bedarf zu decken, weitergebaut? Ich kann nur eindringlich an die Frasdorfer Bürgerinnen und Bürger appellieren, lassen Sie das nicht zu und stimmen Sie bei der Briefwahl dafür, dass an der Aschauer Straße im Außenbereich von Frasdorf der „Frasdorfer Anger“ mit gewerblicher Nutzung nicht weiter verfolgt wird.

Fabian Kral

Stephanskirchen

Herr Stein bringt zum Ausdruck, dass Miedl und Anderlbauer die letzte Chance für Frasdorf seien, ein Gewerbegebiet zu installieren. Ich habe mir beim Lesen etwas verwundert die Augen gerieben: Waren Sie nicht im Oktober als Redner für die BI Aschau auf dem Rednerpult gestanden und haben sich vehement gegen eine weitere Versiegelung der Natur ausgesprochen? Nachzulesen in dem OVB- Zeitungsbericht „Widerstand gegen die Zerstörung der Landschaft und ‚Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der A8‘.

Ebenso kritisieren Sie die Gemeindepolitik der vergangenen 50 Jahre. Interessanterweise waren Sie in dieser Zeit selbst 30 Jahre als Gemeinderat tätig. Für die weisen Entscheidungen, dass keine Ansiedelung von unterschiedlichen Firmen an der Autobahnausfahrt Frasdorf durchgeführt wurden, können wir uns als Frasdorfer Bürger nur bei den damaligen Entscheidungsträgern bedanken. Ich mag mir nicht vorstellen, wie unser Ort jetzt aussehen würde, wenn sich damals unter anderen eine Firma Körting angesiedelt hätte. Ihnen als so langjährigem ehemaligen Gemeinderat, der sich in der Vergangenheit so vehement gegen den unnötigen Flächenfraß eingesetzt hat, muss doch bewusst sein, dass so ein Projekt, wie von Miedl und Anderlbauer angestrebt, nur als Türöffner für weitere Objekte genutzt wird.

Am Irschenberg war ausschließlich ein McDonalds geplant, das Ergebnis kann sich jeder ansehen. Die Frage ist, ob wir als Frasdorfer Bürger diesen Preis zahlen wollen. Fakt ist aber auch, wenn Käufer in den Außenbereich gezogen werden, dann sterben die Betriebe im Ort. Neben der bereits stattgefundenen Leerstände sinken weiter die Gewerbeeinnahmen aus der Ortsmitte. Mit jedem Leerstand wird es schwieriger, dem Ort seinen Charakter zurückzugeben.

Thomas Keil

Frasdorf

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