Schechen – Die Gemeinde Schechen nimmt ihre kommunalen Gebäude unter die Lupe und sucht nach Energieeinsparmöglichkeiten. Nach dem Beitritt zum Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerkes Rosenheim Traunstein Anfang 2020 wurden damit die ersten Maßnahmen in der Gemeinde in Angriff genommen. Bei Begehungen der Gebäude haben Mitarbeiter des Instituts für nachhaltige Energieversorgung erste Datenerhebungen durchgeführt. Das Fazit von Bürgermeister Stefan Adam: „Wir stehen gar nicht so schlecht da.“ Das gelte insbesondere für den Bauhof mit seiner Hackschnitzelheizung. Doch einige Einsparpotenziale wurden dennoch entdeckt. Darunter „Klassiker“ wie offenstehende Türen oder Lampen, die sinnlos brennen. Insgesamt will die Gemeinde 69 MWh Energie und acht Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
Konkret wurden etwa die Feuerwehrhäuser Hochstätt und Marienberg, das Rathaus, die Grundschule Hochstätt sowie die Fahrzeugflotte betrachtet. In den Gebäuden sollen zum Beispiel hydraulische Abgleiche vorgenommen werden. Im Feuerwehrhaus Hochstätt ist geplant, eine ungedämmte Innentüre auszutauschen, im Feuerwehrhaus Marienberg soll die Beleuchtung auf LED umgestellt sowie die Heizungsregelung optimiert werden.
Im Rathaus steht eine Ertüchtigung der Fenster auf der Agenda, außerdem ist eine motorische Fenstersteuerung geplant. In der Grundschule Hochstätt wird ein Tausch der Pumpen sowie die Dämmung der Heizungskomponenten nötig, außerdem soll die Beleuchtung auf LEDs umgestellt werden.
Was die kommunale Fahrzeugflotte angeht, sollen Elektrofahrzeuge angeschafft werden. Generell will die Gemeinde ein energetisches Monitoring kommunaler Liegenschaften einführen, mit dem Heizungen oder Wasserverbrauch in Echtzeit gesteuert werden können. Außerdem soll der Einsatz von Fotovoltaikanlagen auf den kommunalen Gebäuden geprüft und etabliert werden.
Andreas Rausch (CSU) regte an, den Einsatz von LEDs genau zu prüfen. Denn dabei handele es sich um reine „Wegwerfprodukte“, die nur dort eingesetzt werden sollten, wo es sich auch rentiere.
Bürgermeister Adam lobte den Ansatz des Netzwerkes. „Viele Kommunen haben ja ähnliche Probleme“, meinte er. Doch nicht jeder könne sich mit jedem Detail eingehend beschäftigen. In einem Netzwerk jedoch könne man sich austauschen und voneinander lernen.
Katharina Heinz