Wertstoffhof in Modulbauweise

von Redaktion

Pläne für flexibel gestaltete Entsorgungseinrichtung vorgestellt

Schechen – Die Gemeinde soll einen Vorzeige-Wertstoffhof bekommen. Eine Machbarkeitsstudie zeigt, wie der neue Wertstoffhof in Schechen gestaltet werden könnte. Bürgermeister Stefan Adam (CSU) präsentierte die Pläne in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates.

Die Anlage mit rund 4000 Quadratmetern Gesamtfläche könnte auf einem gemeindeeigenen Grundstück im Norden von Schechen entstehen. Die Planungen laufen in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Rosenheim, der Entwurf stammt von einer Firma aus Holland. Der Landkreis übernimmt die Planungskosten, die Kosten für das Bauleitplanungsverfahren trägt die Gemeinde.

Der Müll wird im Kreisverkehr entsorgt

Vorgesehen ist eine modular gestaltete, flexible Einrichtung. Die Zufahrt soll von der Kreisstraße aus erfolgen und dann in einer Art Kreisverkehr geregelt werden. An der Einfahrt des Wertstoffhofes befindet sich die Kasse für kostenpflichtige Abfälle. Über eine 2,60 Meter hohe Rampe gelangt man zu den einzelnen Containern für Bauschutt, Metalle, Kunststoffe und Ähnliches. Dieser Bereich soll überdacht sein.

Im inneren Bereich der Kreisroute befinden sich Entsorgungsmöglichkeiten für Abfälle, bei denen eine Beratung notwendig ist – etwa alte Elektrogeräte. Auf der Rückseite der Einfahrt befindet sich die Sammelstelle für Grüngut. Die Container für Altglas, Papier und Co. sollen auch von außen anfahrbar sein, sodass sie auch jenseits der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes erreichbar sind.

„Es handelt sich um ein neues Konzept des Landkreises“, erklärte Bürgermeister Adam.

Die Container sind so angeordnet, dass sie bei laufendem Betrieb abgeholt werden könnten. Bei allen Müllarten soll das Fassungsvolumen deutlich erweitert werden.

Auch die Öffnungszeit soll in Zukunft ausgeweitet werden. Durch die Modulbauweise können die Container jederzeit ausgetauscht oder der Hof umgebaut werden. Wichtig ist dem Bürgermeister, dass die Gebühren klar geregelt werden sollen. Aktuell etwa werde Sperrmüll nach Kubik abgerechnet – doch die Kosten für eine Fuhre voller Abfall sei derzeit nur nach Augenmaß abzuschätzen.

Stephan Sponfelder (CSU) machte darauf aufmerksam, dass, wenn eine Waage eingeplant sei, jedes Auto zweimal gewogen werden müsse. Das müsse in dem Kreisverkehr eingeplant werden. Sinnvoll sei es auch, dass man die Kasse erst danach anfahre.

Maria Ganslmaier-Hainzl (Parteifreie) fragte, ob die gesamte Fläche versiegelt sein müsse. Bürgermeister Adam erklärte, dass sich das angesichts von Sondermüll und Lkw-Anfahrten kaum vermeiden lasse. Man werde bei den weiteren Planungen aber nachfragen.

Drei Mitarbeiter bleiben im Einsatz

Stefan Brüchmann (Parteifreie) erkundigte sich nach dem Personalaufwand. Wie Bürgermeister Adam erklärte, soll der Wertstoffhof mit drei Mitarbeitern besetzt werden – so wie der derzeitige auch. Das Personal ist bei der Gemeinde angestellt, die Kommune erhält dafür aber einen finanziellen Ausgleich vom Landkreis.

Die Vorstellung der Entwürfe diente rein der Information der Gemeinderäte – eine Beschlussfassung war nicht vorgesehen. Nach finaler Planabstimmung mit dem Landratsamt sollen demnächst die notwendigen Bauleitplanverfahren eingeleitet werden.

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