Rosenheim/Kiefersfelden – Gleich drei rumänische Staatsangehörige haben wegen der Grenzkontrollen der Rosenheimer Bundespolizei am Wochenende auf der A93 bei Kiefersfelden jeweils eine Zwangspause einlegen müssen. Zwei Männer und eine Frau wurden unabhängig voneinander mit Haftbefehlen gesucht.
Für einen der Festgenommenen endete die Reise sogar im Gefängnis. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, war er 2019 vom Amtsgericht Bad Oeynhausen wegen Diebstahls in Tateinheit mit Hausfriedensbruch zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Nachdem der 44-Jährige einen Teil davon verbüßt hatte, wurde er 2020 abgeschoben – mit der Auflage, dass der Rest seiner Freiheitsstrafe fällig werden würde, wenn er vor 2030 wieder nach Deutschland zurückkehren sollte. Nun muss er für 173 Tage hinter Gitter. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.
Ebenfalls auf der Inntalautobahn stoppte die Bundespolizei den Insassen eines Wagens mit schweizerischen Kennzeichen. Die Staatsanwaltschaft Köln suchte nach dem 34-Jährigen. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis war der Rumäne 2019 zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt worden. Nachdem er den Betrag aufbringen konnte, konnte er seine Fahrt fortsetzen.
Dies galt auch für eine 28-jährige Rumänin, die aufgrund einer Verurteilung wegen Diebstahls noch Justizschulden über mehrere Hundert Euro zu begleichen hatte. Nachdem die Frau bezahlt hatte, durfte sie ihre Reise fortsetzen.