Aschau – Bio und regional – ein Konzept, das die Zukunft der heimischen Biolandwirtschaft sichern soll. Mit diesem Ziel hat sich die Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein gegründet, die die Gemeinden Aschau, Bad Aibling, Bad Feilnbach, Frasdorf, Neubeuern, Raubling, Rohrdorf und Samerberg umfasst. Mit den neuen Schildern an den Ortseingängen soll die Teilnahme sichtbar werden – so wie in Frasdorf und Aschau.
„Tourismus und Landwirtschaft sind im Chiemgau eng miteinander verbunden. Ohne unsere kleinen landwirtschaftlichen Betriebe verliert unsere Region ihren typischen Charakter und somit auch die hohe Attraktivität für unsere Besucher“, erklärt Projektmanagerin Irmi Prankl.
Fokus auf heimische
Bio-Lebensmittel
Mit der Bündelung der Maßnahmen solle eine Deckung der heimischen Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aus regionaler Produktion erreicht werden. „Unsere Bilderbuchlandschaft ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von den Menschen geschaffen. Geht es den Bauern und der Landwirtschaft gut, dann profitieren alle im Land davon“, sagt Prankl. Die bestehenden Betriebe würden durch diese Investitionen zukunftsfähig, zugleich entstehe bei allen Beteiligten ein neues Verständnis für Ökologie und ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Da bei Weitem nicht alle Antragsteller in das Zukunftsprogramm aufgenommen worden seien, stellt die Teilnahme am Programm gleichzeitig eine Auszeichnung für die beteiligten Gemeinden dar.
„Wir sind von der Öko-Modellregion begeistert und wollen dies auch unseren Bürgern zeigen“, sind sich die Bürgermeister Simon Frank (Aschau) und Daniel Mair (Frasdorf) einig. Eigenhändig legten sie – jeweils gemeinsam mit Prankl – letzte Hand bei der Anbringung der Tafeln an. In Aschau unterstützte dabei auch Herbert Reiter, der Leiter der Tourist-Info. Die neuen Schilder weisen nun auf die Zugehörigkeit zur Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein hin. Auch in den übrigen beteiligten Kommunen wurden in den vergangenen Tagen die neuen Ortseingangstafeln montiert.
Die Teilnahme freut auch Prankl: „Unsere Öko-Modellregion braucht das Engagement der Gemeinden. Mit den Schildern möchten wir nicht nur auf die Mitgliedschaft der Gemeinden in der Öko-Modellregion hinwiesen und das Modellgebiet skizzieren, sondern wir möchten Akteure dazu motivieren, auf uns zuzukommen, Teil unseres Netzwerkes zu werden und die Projekte mit uns zusammen voranzubringen.“ Seit November 2019 bearbeiten zwei Projektmanagerinnen im Jobsharing mehrere Projekte rund um die Themen regionale Bio-Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel. Die Bürgermeister und die Verwaltungen der bisherigen acht Mitgliedsgemeinden sind aktiv beim Netzwerkaufbau beteiligt und stellen Kontakte zu potenziellen weiteren Akteuren her. Mit dabei: die Gemeinde Aschau. Sie strebt eine nachhaltige Verpflegung in den gemeindeeigenen Einrichtungen an und legte kürzlich neue Blühflächen an. Die Gemeinde Frasdorf ist für die Abwicklung des geförderten Projektmanagements zuständig und stellt ein Büro zur Verfügung.
Mobil auf
Märkten unterwegs
Als neueste Errungenschaft in der Region haben die beiden Landwirtinnen Rosina Gabriel und Christiane Voggenauer in Frasdorf mit Begleitung der Öko-Modellregion in einen Verkaufsanhänger investiert. Sie verkaufen das hofeigene Bio-Rindfleisch und die Bio-Rinderwurstwaren auf verschiedenen Märkten in der Öko-Modellregion.