Raubling – Im Alter von 73 Jahren verstarb plötzlich und unerwartet Wolfgang Cerweny aus Kirchdorf. Der Verstorbene war als Verkaufsleiter sowie für die erfolgreiche Vermarktung regionaler Lebensmittel in der ganzen Region bekannt.
„Wolfgang Cerweny hat das Leben als Gottesgeschenk angenommen und viel für seine Familie, seine Mitmenschen und auch für seine Kirche zurückgegeben“, so Diakon Josef Jackl beim Trauergottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Ursula in Kirchdorf. Elisabeth Neumayer gestaltete die Messe mit Harfenweisen.
Der Geistliche erinnerte an das erfüllte Leben von Cerweny, der 1947 als viertes Kind auf dem Moarhof von Kirchdorf zur Welt kam und von 1953 bis 1961 die Volksschule in seiner Heimatgemeinde besuchte. Er erlernte den Beruf des Einzelhandelskaufmanns.
1969 trat Cerweny in die Firma Prechtl als Marktleiter in Brannenburg und in Bad Aibling ein. Von 1981 bis zu seinem Ruhestand 2008 arbeitete er für die Firma in Raubling als Verkaufsleiter. Er habe seine Erfahrungen und Kenntnisse nach seiner Pensionierung weiterhin zur Verfügung gestellt. „So wurde aus dem zarten Pflänzchen der Regionalvermarktung im Landkreis Rosenheim ein starker Stamm, der bis heute stetig weiter wuchs.“ Damit sprach der Diakon die von Cerweny als Geschäftsführer etablierte Marke „Nimm‘s RegRonal“ an. Cerweny sei bis zu seinem Ausscheiden 2017 unermüdlich und erfolgreich als Geschäftsführer im Einsatz gewesen.
Regionalität sei ihm am Herzen gelegen, genauso wie der faire und kollegiale Umgang mit Menschen. Bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern sei er sehr beliebt und angesehen gewesen.
Ein weiteres Ehrenamt füllte Cerweny von 2009 bis 2018 als Mitglied der örtlichen Kirchenverwaltung aus, dazu Diakon Jackl: „Herr Cerweny war sehr gläubig und bereitwillig, er unterstützte uns in vielen Dingen und Aufgaben mit Rat und Tat.“
Der Geistliche erinnerte an dessen Familiensinn und die Naturverbundenheit: „1968 gab er seiner Ehefrau Ingeborg das Jawort, mit ihr bezog er das selbst geschaffene Eigenheim im Jahr 1988 und mit ihr erfreute er sich an den Zwillingssöhnen Wolfgang und Bernhard. Im Jahr 2016 verstarb seine Frau, doch mit seiner neuen Lebensgefährtin Annemarie fand er wieder neuen Lebensmut.“ In der Freizeit war Wolfgang Cerweny gerne in den Bergen beim Wandern und mit dem Rad unterwegs.
Die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Kirchdorf fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt. hoe