Riedering – Dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan Moosen Nord-West in seiner vorliegenden Form erteilten die Gemeinderäte ohne Diskussion und Nachfragen in der jüngsten Sitzung einstimmig ihre Zustimmung. Beim Flächennutzungsplan ist man nun am Ende des Verfahrens angelangt.
Laut Architekt und Stadtplaner Ferdinand Feirer-Kornprobst erforderten die zuletzt eingegangenen Stellungnahmen keinerlei Änderungen, sodass die Zustimmung des Gremiums schnell erfolgte. Ebenso geschlossen ging auch die Genehmigung des Bebauungsplans vonstatten. Hier waren nur einige Ergänzungen und redaktionelle Änderungen vonnöten. So werde man im Plan darauf hinweisen, so Feirer-Kornprobst, dass nur heimische Laubgehölze für die Ortsrandeingrünung gepflanzt werden sollen. Auch werde vorsorglich der Hinweis aufgenommen, dass bauliche Anlagen, wie Schuppen, einen Mindestabstand von vier Metern zur Böschung des Labenbachs einhalten müssen.
Über eine Rechtsanwaltskanzlei war auch eine mehrseitige Stellungnahme eines Bürgers eingegangen. In dem Gebiet gebe es durchaus einen landwirtschaftlichen sowie einen forstwirtschaftlichen Betrieb. Feirer-Kornprobst erklärte: „Somit ist die Festsetzung Dorfgebiet sach- und fachgerecht. Die Bedenken hinsichtlich eines Etikettenschwindels werden zurückgewiesen.“
Ebenso habe im Vorfeld im Rahmen des Verfahrens eine intensive Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde bezüglich der vermuteten Immissionskonflikte beim Pferdehof stattgefunden. So gebe es beispielsweise Auflagen wie einzuhaltende Mindestabstände wegen der Geruchsimmissionen.
Was die Verkehrslast angehe, so hielt Feirer-Kornprobst fest, dass die neue Erschließungsstraße nur dem Anliegerverkehr dient. Bezüglich des Oberflächenwassers merkte Feirer-Kornprobst an, dass das gesamte Oberflächenwasser des neuen Baugebietes gesammelt und über eine wechselfeuchte Versickerungsmulde entwässert werden soll.
In einem weiteren Punkt wurden mögliche Bauwünsche angesprochen. Hierzu merkte der Fachmann Feirer-Kornprobst an, dass die vorliegende Bauleitplanung das Ziel habe, ein neues Baugebiet auf den neu überplanten Flächen zu entwickeln und „aufgrund des dringenden Wohnraumbedarfs möglichst umgehend zu Ende zu führen, um den Bauwilligen Bauflächen anbieten zu können.“ Aus diesem Grund solle dieses Vorhaben in einem separaten Verfahren geprüft und behandelt werden. Da auch zu diesen Einwänden keine Nachfragen kamen, kam es mit 19:0 Stimmen zu einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan. elk