Flintsbach – Ob bei Bränden, Unfällen oder anderen Notsituationen – die Feuerwehr hilft immer und hält sich mit regelmäßigen Übungen fit für den Einsatz. Gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie sei das nicht ganz einfach, erklärt Jörg Benkel, Kommandant der Feuerwehr in Flintsbach. Aber schließlich könnten die Flintsbacher Floriansjünger wegen Corona nicht den gesamten Ausbildungsbetrieb einstellen. Deshalb haben sie die Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen in den Übungs- und Ausbildungsdienst eingebaut.
Die kleinste taktische Einheit ist ein Trupp, der aus einem Truppführer und einem Truppmann besteht und aus Sicherheitsgründen im Einsatz auch zusammenbleiben muss. „Da kann es schon mal passieren, dass sich die beiden ungewollt näher als die vorgeschriebenen 1,5 Meter kommen können“, räumt Benkel ein und fügt hinzu, dass gerade wegen dieser besonderen Umstände jede Aktion des Trupps exakt geübt werden muss. Außerdem müssten die Feuerwehrleute mit ihren Fahrzeugen zum Einsatz kommen und säßen daher dicht nebeneinander.
Deshalb gehört das Tragen der FFP2-Maske auch draußen dazu. Allerdings behindert die Maske die Atmung bei schweren körperlichen Arbeiten. Auch ist die Verständigung nicht ganz einfach. Und das will geübt werden. „Gerade bei schlechten Wetterlagen ist die FFP2-Maske sehr hinderlich, denn bei schwerer Arbeit sind die Einsatzkräfte schneller aus der Puste und man kann sehen, wie bei geschlossenem Helmvisier die Sichtscheiben nun noch schneller beschlagen. Brillenträger, wie ich, haben es da noch etwas schwerer, weil die Feuchtigkeit sich auch auf die Brillengläser setzt,“ sagt Benkel.
So freut es den Kommandanten besonders, dass der Übungsdienst auch momentan gut besucht wird. „Um wieder einmal raus zukommen und mal was anderes zu sehen und zu machen, stört nicht einmal Regenwetter“, sagt einer der Feuerwehrmänner. „Wir üben bei jedem Wetter, schließlich richten sich Einsätze nicht nach dem Wetterbericht“, sagt Benkel.
Daneben darf die theoretische Ausbildung nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund haben die Flintsbacher – wie viele andere Feuerwehren – theoretische Unterrichtseinheiten in Online-Konferenzen verlegt.
Was allerdings insgesamt zu kurz kommt, das seien die sozialen Kontakte. Gerade nach getanem Dienst war es für viele Feuerwehrler wichtig, wenn man sich im Team nochmal zusammensetzten konnte, um dann über die Einsätze oder private Themen zu sprechen. Aber die Floriansjünger sind sich bewusst, dass sie eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft haben und Infektionen vermeiden müssen, um einsatzbereit zu bleiben. „Größere Zusammenkünfte unter Beachtung der Mindestabstände geben unsere Räume nicht her“, sagt Benkel, der auf ein baldiges Ende der Pandemie hofft: „Dank des guten Konzepts und regelmäßiger Übungen sind wir Feuerwehren auch in diesen Zeiten jeden Tag und rund um die Uhr für unsere Bürger da.“ stv