Soll Rott für Fernwärme eigene Firma gründen?

von Redaktion

Gemeinderat debattiert über Wärmeversorgung für Feuerwehr, Gemeindekindergarten und kirchliche Gebäude

Rott – Der Gemeinderat Rott diskutierte in seiner Sitzung die Idee, eine Fernwärmeheizung von der neuen Schule zur Feuerwehr und zum Gemeindekindergarten zu legen. Dabei wurde überprüft, was es kosten würde, wenn die kirchlichen Gebäude wie der Pfarrkindergarten und der modernisierte Pfarrsaal mit eingebunden wären. Das Ingenieurbüro Alexander Graßmann aus Ainring schätzt die Kosten auf 300000 Euro.

Geschäftsstellenleiter Maximilian Brockhoff gab zu bedenken, dass die Unternehmung für eine Gemeinde rechtlich gesehen schwierig ist. Rott müsste ein eigenes Unternehmen gründen. Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) berichtete von Gesprächen mit der Rechtsaufsicht. Diese habe sich wegen der angespannten Haushaltslage eingeschaltet und nach dem Grund für die Überlegung gefragt.

Die Feuerwehr habe eine neue Hackschnitzelanlage und auch die Schule soll eine solche bekommen. Wo läge da der Vorteil einer Fernwärmeheizung?

Sebastian Mühlhuber (CSU) ist Mitglied der Kirchenverwaltung und sitzt auch im Haushalts- und Personalausschuss der Pfarrei Rott. Er sagte, wenn die Fernwärmeheizung angegangen würde, müsse es gleich geschehen. Sei der neue Pfarrsaal fertiggestellt, gäbe es keine Möglichkeiten für eine Änderung.

Architektin Marie Rebotzke erinnerte daran, dass das neue Schulhaus ein Passivhaus würde. Es wäre zwar Platz für einen dritten Kessel, aber es wäre nicht die Bestimmung der Schule, weitere Gebäude mit Fernwärme zu versorgen. Die bisher geplante Heizung sei hauptsächlich für die Turnhalle, den Verbindungsbau und das Sportheim gedacht.

Gemeinderat Hans Gilg (BfR) brachte schließlich einen neuen Gedanken in das Spiel.

Anwohner wären
über Anschluss froh

Wieso könne nicht die neue Hackschnitzelanlage der Feuerwehr den Kindergarten und die kirchlichen Gebäude versorgen und dabei die Schule außen vor lassen? Diese Idee sei eine Berechnung und Überprüfung wert.

Marinus Schaber (BfR) meinte, dass sicher auch Anwohner in der Pfarrer-Gruber-Straße noch Ölheizungen hätten und über einen Anschluss froh wären. Der Gemeinderat entschied einstimmig, diese Überlegung überprüfen zu lassen.

Richard Helm

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