Leserforum

Bad Endorf ignoriertVerkehrsproblematik

von Redaktion

Zum Bericht „7000 Tempoverstöße“ (Bayernteil):

Mir fällt schon seit Längerem auf, dass Raserei, Rücksichtslosigkeit und Radikalität auf unseren Straßen zunehmen. Als Anwohner einer Seitenstraße in Bad Endorf beobachte ich die erschreckende Entwicklung seit vielen Jahren. Die ursprünglich vornehmlich für Anwohner vorgesehene Straße wird zunehmend als „Rennstrecke“ zur Umgehung einer Ampel genutzt.

Die Gemeinde Bad Endorf zeichnet sich seit Jahrzehnten dadurch aus, dass sie die Problematik um die örtliche Verkehrsbelastung – innerorts kreuzen sich zwei Staatsstraßen – weitgehend ignoriert. Fünf Jahrzehnte lang hat man über mögliche Entlastungsvarianten diskutiert, aber die dafür notwendigen Schritte, im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden, nie ernsthaft vollzogen. Vor über zehn Jahren antwortete mir ein Mitglied des Gemeinderates, als ich ihn als Vorsitzender des Arbeitskreises Ortsbild und Infrastruktur mit der Verkehrssituation konfrontierte: Was ich denn wolle, wenn der Sprit bald fünf Euro koste, löse sich das Problem von alleine. Wie weltfremd muss man sein! Die Gemeinde-Verantwortlichen sehen es bisher als vorrangige Priorität, der ausufernden Verkehrsproblematik zu begegnen, indem sie hin und wieder ein Geschwindigkeits-Anzeigegerät an verschiedenen Straßen aufstellen lassen. Es fehlt am politischen Willen, der ausufernden Verkehrsentwicklung die Stirn zu bieten. Als Beispiel dafür steht die Tatsache, dass es bisher nicht gelungen ist, einen vor Jahren verabschiedeten Plan umzusetzen, am Kirchplatz mit einer „Kreisel-Lösung“ die Verkehrssituation zumindest etwas zu entspannen.

Klaus K. Müller

Bad Endorf

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