Großkarolinenfeld – Der Großkarolinenfelder Gemeinderat will keine Hybridsitzungen abhalten. Zu dieser Entscheidung kam es in der vergangenen Sitzung des Gremiums.
Hintergrund ist eine Änderung der bayerischen Gemeindeordnung, die es erlaubt, unabhängig von der Corona-Pandemie, hybride Sitzungen abzuhalten. Das bedeutet, dass Sitzungen weiterhin als Präsenzveranstaltungen abgehalten werden müssen, einzelne Mitglieder jedoch in Bild-Ton-Übertragungen zugeschaltet werden können. Hierfür wäre ein Zweidrittel-Beschluss des Gremiums nötig. Eine Änderung der Geschäftsordnung wäre Ende 2022 notwendig. Der Gemeinderat könnte außerdem bestimmte Kriterien festlegen, etwa eine Quote oder Höchstzahl an Zuschaltungen bestimmen. Die Möglichkeit der Hybridsitzungen bliebe auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie bestehen.
„Es würde einen erheblichen technischen Aufwand mit sich bringen“, erklärte Bürgermeister Bernd Fessler (parteilos). Jedes Gemeinderatsmitglied müsse zu sehen und zu hören sein. Die Gemeinde stehe in der Verantwortung, die Zuschaltmöglichkeiten ununterbrochen zu gewährleisten. „Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keine Veranlassung dafür“, so Fessler. Wenn sich aber zum Beispiel ein längerer Krankheitsfall ergebe, könne man erneut darüber nachdenken. Beim Großteil der anderen Landkreisgemeinden sei die Durchführung von Hybridsitzungen auch nicht geplant, wie der Bürgermeister berichtete.
Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, von Hybridsitzungen derzeit abzusehen. khe