Pünktlich zu Beginn des Monats Mai zeigten sich im Inntal die ersten Maikäfer. Sie sind bei Kindern beliebt, bei Landwirten und Gärtnern wegen ihrer Blätterfresslust weit weniger. Die selten gewordenen Frühlingsboten sind schon seit vielen Jahren nicht mehr in schädlichen Massen aufgetreten. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Maikäfer nicht nur als Hühnerfutter genutzt, sondern fanden auch in der Küche Verwendung. In Frankreich und Teilen Deutschlands wurden sie geröstet und zur Maikäfersuppe verarbeitet. Dies bleibt ihnen heute erspart. Das Exemplar links fand sich in einem Kiefersfeldener Kirschbaum. Den Käfer rechts entdeckte OVB-Leserreporter Ludwig Roth aus Raubling in seinem Garten. Roth erinnert sich an seine Kindheit, als die Insekten noch häufig zu finden waren: „Wir sammelten damals die Maikäfer wie andere Briefmarken. Es wurde getauscht: Wer einen Müller hatte, tauschte gegen einen Kaminkehrer. So kam es auch manchmal vor, dass ein Maikäfer, den wir in der Käseschachtel gelagert hatten, entwischte und seine Runden im Klassenzimmer drehte.Fotos Schmidt/Roth