Schnaitsee – Erstmals hatte eine Schnaitseer Gitarrengruppe am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen – und gleich stellten sich alle fünf Teilnehmer auf das Siegertreppchen: Samuel Köse, Michaela Knappe, Victoria Zellner, Lina Stojanovic und Emily Deisböck sicherten sich vordere Plätze im Regional- und sogar im Landeswettbewerb.
Alle Schnaitseer Teilnehmer mit
einem Preis belohnt
Mit so großem Erfolg hatte ihr Gitarrenlehrer Thomas Beer aus Schnaitsee nicht gleich gerechnet. Bescheiden verrät er: „Wir wollten erst einmal nur dabei sein. Wir hatten nichts erwartet. Aber allein schon von der Vorbereitung haben unsere jungen Gitarrenspieler unheimlich profitiert“, begründet der Schnaitseer Gitarrenlehrer Thomas Beer das Mitmachen an diesem elitären Wettkampf. Wie er beim Gespräch mit der Heimatzeitung erläutert, waren zwar heuer wegen Corona weniger Teilnehmer bei „Jugend musiziert“ dabei, dafür waren aber wegen der zu drehenden Videos die Voraussetzungen schwieriger als sonst.
Es sei weitaus schwieriger für die jungen Schüler, sich vor der laufenden Kamera zu konzentrieren, als vor einer Prüfungskommission live aufzutreten. „Auch die Vorbereitung der jungen Schüler einzig im Onlineunterricht hat die Schwierigkeiten erhöht“, so Beer. Aber letztendlich war die Teilnahme der fünf Mitglieder der Gitarrengruppe von großem Erfolg gekrönt. Im Regionalwettbewerb „Gitarre solo“ schaffte in der Altersgruppe 1b die neunjährige Lina Stojanovic den ersten Preis und qualifizierte sich für den Landeswettbewerb.
Wegen der geringeren Teilnahme traten die anderen vier jungen Musiker bereits im Landeswettbewerb an. In der Altersgruppe 3 holte sich Samuel Köse (14 Jahre) den zweiten Preis. Jeweils dritte Preise gingen an Michaela Knappe (13) und Emily Deisböck (12). Einen weiteren ersten Preis gab es in der Altersgruppe 4 in der Klasse Gitarre-Begleitung für die 15-jährige Victoria Zellner (wir berichteten).
„Insgesamt
ein sehr hohes musikalisches Niveau“
„Insgesamt herrschte ein sehr hohes Niveau. Da kann ich wirklich stolz auf meine fünf Schüler sein. Sie haben allesamt sehr gut mitgezogen und haben die hohe Messlatte übersprungen. So ein erfolgreich absolvierter Wettbewerb stärkt die Schüler und spornt an“, erläutert Beer, für den die Teilnahme selber ein Höhepunkt war: „Jetzt, wo wir selber mit unseren Musikgruppen nicht spielen können, hab ich mich auf die Ausbildung junger Musiker konzentriert. Das ist für mich und für die Schüler eine Win-win-Situation.“
Zum Abschluss des sehr intensiven Gespräches lässt der engagierte Gitarrist noch seinen Wahlspruch raus: „Freude durch Können.“ Für Thomas Beer ist das die Grundlage des Erfolgs seiner Schüler und auch von ihm selbst.