Zum Bericht „Eine Chance für Frasdorf?“ (Lokalteil):
Wieder ein Stück Landschaft, das verbaut und versiegelt werden soll. Nicht einmal für uns Frasdorfer ist das Café zugeschnitten, sondern für den Autobahndurchreiseverkehr. Wozu sollte Miedl sonst ausgerechnet an dieser Stelle – an der Autobahnausfahrt beim künftigen Kreisel – sein 200-Sitzplatz-Café bauen wollen? Und bei Miedl allein wird es nicht bleiben. Autobahnausfahrten sind eine Goldgrube für Gewerbeansiedlungen, siehe Irschenberg! Liebe Frasdorfer (und ich meine auch die Wildenwarter und Umrathshausener), bitte beteiligt euch am Bürgerentscheid und denkt an die Zukunft. Das sieht nach Ausverkauf aus. Wollen wir etwa die letzte Generation sein?
Einen Regionalmarkt finde ich grundsätzlich eine gute Sache für unser Dorf, aber nicht auf der grünen Wiese! Überhaupt schaut es mir so aus, dass Anderlbauers „Markthalle“ in Zusammenhang mit dem Sondergebiet „Frasdorfer Anger“ derzeit vor allem den Lockvogel und Türöffner für Miedl spielen soll. Die Idee eines Regionalmarktes verträgt sich eben nicht mit ungebremstem Flächenverbrauch und Zerstörung des Landschaftsbildes. Flächenrecycling wäre das Gebot der Stunde!
Noch ein Wort an unsere Gemeindepolitiker: Eine gesunde Dorfentwicklung kennt ihre Wachstumsgrenzen, sonst fressen sich die Ortschaften ungebremst in die Landschaft, Ressourcen werden knapp und der ländliche Charakter, weshalb auch die Touristen zu uns kommen, geht unweigerlich verloren. Eine enkeltaugliche Dorfentwicklung verträgt sich nicht mit den Planungen zum Sonderbaugebiet „Frasdorfer Anger“. Daran ändert auch die Schaubackstube nichts. Die Frasdorfer können mit ihrem „Ja“ zum Bürgerentscheid ein leuchtendes Beispiel für Nachhaltigkeit setzen.
Christiane Mayr
Frasdorf