Aschau – Der 70. Gedenkgottesdienst für die Gefallenen des Chiemgaus, an der Kapelle „Maria Königin des Friedens“ auf der Kampenwand, am Sonntag, 29. August, wurde nach einer Besprechung aller Beteiligten abgesagt. Damit entfällt diese Chiemgauer Traditionsveranstaltung bereits zum zweiten Mal in Folge.
Die Jubiläumsveranstaltung zum Gedenken an die Weihe des Chiemgaukreuzes am 26. August 1951 hätte in diesem Jahr die Verwaltungsgemeinschaft Gstadt-Breitbrunn mit ihren Vereinen und in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aschau ausgerichtet.
Die Gemeinde Aschau lud alle Beteiligten, die Vertreter der VG Gstadt-Breitbrunn, die Vorsitzenden der beteiligten Soldaten- und Kriegervereine sowie Michael Bernauer, den Gauvorstand der Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften Chiem- und Rupertigau, und Pius Graf, den Obmann der Interessengemeinschaft der Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim, zu einer Besprechung ins Rathaus ein.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der weitere Verlauf der Pandemie aktuell nicht absehbar sei. Die Organisation der Gedenkmesse 2021 wäre durch die geltenden Bestimmungen bereits in der Vorbereitungsphase enorm beeinträchtigt. Selbst wenn sich die Lage bis Ende August deutlich verbessern würde, sei die Umsetzung des erforderlichen Hygienekonzepts am Berg nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand möglich. Das 70. Jubiläum soll nachgeholt werden und die Gedenkmesse 2022 wieder im gewohnten Rahmen gefeiert werden.
Das „Chiemgaukreuz“ ist mit zwölf Metern Höhe und 54 Zentnern Gewicht das größte eiserne Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Bronzene Gedenktafeln erinnern an die Gefallenen und Vermissten von 58 Gemeinden rund um den Chiemsee aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. reh