Bad Endorf – Die Außenbecken sind mit Wasser gefüllt und geheizt, die Liegen stehen bereit und Termine für Wellness- und Kosmetikbehandlungen können vereinbart werden – die Chiemgau-Thermen Bad Endorf öffnen nach einem guten halben Jahr heute wieder ihre Pforten. Einschränkungen gibt es jedoch noch: Die Fels-Lagune, die Saunawelt und die Totes-Meer-Salzgrotte dürfen noch nicht öffnen.
Sieben Monate
war geschlossen
„Die Freude, dass wir öffnen dürfen, ist nach sieben Monaten groß“, sagt Geschäftsführer Markus Füller in Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Die vergangenen Tage waren für Füller eng getaktet. Erst am Dienstagnachmittag haben die Chiemgau-Thermen die entsprechende Hygieneverordnung für die heutige Öffnung erhalten. „Das ist ein Wahnsinn und erschließt sich mir nicht“, kritisiert Füller die kurzfristige Informationspolitik der Regierung. Die Freude über die Öffnung überwiegt aber.
Dem Besucher stehen zu einem vergünstigten Tarif rund 1000 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung. Das 25 Meter lange Sportschwimmbecken ist auf 27 Grad geheizt, das Relaxbecken und der Whirlpool sind auf über 30 Grad erwärmt. Es stehen ebenfalls 4000 Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung. Das Restaurant Lakeside nimmt ebenfalls seinen Betrieb auf. Alles natürlich mit einem entsprechenden Hygienekonzept.
„Bei uns gelten die drei G‘s“, erklärt Füller: „Geimpfte, Genesene und Getestete.“ Heißt: Um das Angebot der Therme wahrnehmen zu können, muss der Besucher entweder vollständig geimpft sein, eine Bestätigung der Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. „Termine können vorab oder auch vor Ort ausgemacht werden“, sagt Füller. Bis zu 390 Menschen dürften die Therme gleichzeitig besuchen. Angst, dass die Besucher aufgrund der Hygieneregeln ausbleiben, hat Füller kaum. „Wir haben in den vergangenen Monaten viele Anfragen bekommen, wann wir wieder aufmachen. Ich bin relativ optimistisch, dass die Menschen das Angebot der Chiemgau-Thermen annehmen werden.“
Und nicht nur die Schwimmer und Badegäste freuen sich auf eine Öffnung. „Wir sind sehr glücklich, dass wir auch unseren Mitarbeitern wieder eine Perspektive bieten können“, erklärt Füller. Dass die Therme die vergangenen sieben Monate schließen musste, sei eine Katastrophensituation gewesen, sagt Füller. „Mit jedem Monat des Nicht-Betriebs haben wir Geld in einem sechsstelligen Bereich verloren – staatliche Hilfen gab es nicht.“ Und obwohl die Therme bisher nur ihren Außenbereich öffnen kann, sei das besser als ganz geschlossen zu haben, erklärt Füller.
Ein Schritt in
Richtung Normalität
Bürgermeister Alois Loferer ist „total begeistert, dass die Therme wieder ihre Türen öffnet. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist die Therme in Endorf der Leuchtturm des Tourismusangebots. Die Öffnung ist eine Perspektive und ein Schritt Richtung Normalität“, unterstreicht Loferer den Stellenwert der Anlage für die Marktgemeinde.
„Wir wollen den Endorfern und den Gästen eine Attraktion und einen Ort zum Wohlfühlen bieten“, resümiert Füller.