Zu klein für eine eigene Wohnungsbaugesellschaft

von Redaktion

Stephanskirchner Bayernpartei zieht nach Informationen durch Verbandsvertreter Gründungsantrag zurück

Stephanskirchen – Wohnraum ist in der Gemeinde rar und teuer. Aber da ist ja noch das Baugebiet Haidholzen Süd-Ost, das sich derzeit noch in der Planungsphase befindet. Um dort preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, beantragte die Bayernpartei (BP) im Januar die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Der Antrag, der auch an alle Ratsmitglieder ging, war jetzt Thema im Haupt- und Finanzausschuss.

Anfang Mai habe es eine Besprechung mit einem Vertreter des Verbandes bayerischer Wohnungsbauunternehmer gegeben, so Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie), an der neben den beiden Räten der BP und der Verwaltung auch CSU-Räte teilnahmen. Steffi Panhans (SPD) bedauerte es sehr, dass nicht alle Fraktionen eingeladen waren, denn die Informationen wären sicher für alle interessant gewesen und der Antrag sei ja auch an alle gegangen.

Der Verbandsvertreter habe von vielen Anfragen aus Kommunen berichtet, das Interesse, sich stärker im preisgünstigen Wohnungsbau zu engagieren sei offensichtlich groß. Eine eigene kommunale Gesellschaft sei aber nur sinnvoll, gab Mair die Informationen des Verbandes weiter, wenn die Absicht bestehe, innerhalb von zehn Jahren 500 Wohnungen im Besitz zu haben. Nur dann rechneten sich Fixkosten für die Wohnungsverwaltung. „Derzeit haben wir etwa 100 Wohnungen“, merkte Mair an.

Der Vertreter des Verbandes bayerischer Wohnungsbauunternehmer plädierte laut Mair bei einem so großen Bauvorhaben wie Haidholzen Süd-Ost für einen Wohnungsmix aus Bauland für Einheimische, Eigentumswohnungen, geförderten Mietwohnungen und Mietwohnungen am freien Markt. Er wäre bereit, dazu in einer Gemeinderatssitzung Auskunft zu geben.

Die Bayernpartei hat aufgrund der vorgelegten Informationen im Vorfeld der Sitzung gegenüber dem Bürgermeister ihren Antrag zurückgezogen. Sylvia Hampel

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