Verein „Tinninger See“ rückt dem Rauen Hornblatt mit vereinten Kräften zu Leibe

von Redaktion

Wasserpflanze mit Sieben und Rechen entfernt – Auch Badegäste sind den Sommer über zum Sammeln aufgerufen

Riedering – Nein, Badewetter ist momentan wirklich nicht. Und trotzdem fanden sich dieser Tage etwa ein Dutzend Kinder, Frauen und Männer am Tinninger See ein, um diesen vom Rauen Hornblatt zu befreien.

Der Verein „Tinninger See Interesse“ hatte gerufen, die Wasserpflanze sollte so weit als möglich eingesammelt werden. „Das Raue Hornblatt ist die letzten Jahre so gewachsen, dass es beim Schwimmen einfach unangenehm ist“, sagt Sabine Pummerer vom Verein. Drahtkisten, grobe Siebe, Kescher, Rechen und auch mit Draht bespannte Mistgabeln kamen zum Einsatz, um die Pflanzen aus dem Wasser zu holen. Sie treiben frei herum, sind deswegen gut einzusammeln. Mehrfach in der Saison wolle der Verein das Raue Hornblatt – das optisch ein wenig an Kiefernzweige erinnert und mit den auch vorhandenen Seerosen nicht zu verwechseln ist, vor allem im Badebereich abfischen, so Sabine Pummerer. Erfreulicherweise seien die Angler mit im Boot, sammelten von der Wasserfläche aus ein.

„Wir versuchen gemeinsam, dem Hornblatt Herr zu werden“, sagt Sabine Pummerer. Bei der Premiere sei es zwar etwas kühl gewesen, aber man habe doch einen ganzen Anhänger voll Wasserpflanzen eingesammelt.

Warum der Verein das Raue Hornblatt per Hand, Kescher und Co. einsammelt? Weil das den Einsatz der „Seekuh“, eines Mähschiffes, überflüssig machen soll, erklärt Sabine Pummerer.

Denn der sei nicht nur teuer, sondern eher kontraproduktiv: Dort, wo die Sehkuh das Raue Hornblatt abschneidet, kommen gleich mehrere neue Triebe. Und die streichen dann den Schwimmern im Tinninger See noch mehr um die Beine. Für Schwimmer, die mitsammeln wollen, steht eine Kiste am Badeplatz bereit. Sylvia Hampel

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