25 und 18 Jahre im Dienste der Gemeinde

von Redaktion

Bettina Scharold und Christof Schlaipfer für ihr kommunalpolitisches Ehrenamt ausgezeichnet

Bad Endorf – Gleich zwei CSU-Gemeinderäte wurden in der vergangenen Marktgemeinderatssitzung von Bad Endorf geehrt. Bettina Scharold, weil sie seit 25 Jahren als Gemeinderätin tätig ist und Christof Schlaipfer, der mit seinen drei Wahlperioden seit 18 Jahren im Gemeinderat ist.

Die „Grand Dame“ des Gemeinderats – so hat Bürgermeister Alois Loferer Bettina Scharold (CSU) in der vergangenen Gemeinderatssitzung bezeichnet. Seit 25 Jahren ist Scharold Gemeinderätin in der Marktgemeinde Bad Endorf. „Die Idee, Gemeinderätin zu werden, kam, als ich im Kindergartenbeirat war“, blickt Scharold auf ihr langjähriges Engagement zurück. „In der ersten Legislaturperiode war ich die einzige Frau im Gemeinderat zwischen 20 Männern.“ Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Derzeit sind fünf Frauen im Gemeinderat. Das sei wichtig, so Scharold, denn Frauen sehen Dinge doch anders als Männer.

Eine besondere Herausforderung in den 25 Jahren als Gemeinderätin war für Scharold die zweite Amtsperiode. „Ich war stellvertretende Bürgermeisterin und habe gesehen, wie viel erreicht werden kann. Wir haben in der Periode einen Kreisel geschaffen und die Therme saniert“, sagt Scharold. Selber wollte sie aber nicht Bürgermeisterin werden. „Wenn‘s brennt, ist ein Bürgermeister sieben Tage 24 Stunden verantwortlich.“ Das müsse man wollen, so Scharold.

In ihrer Arbeit als Gemeinderätin ist ihr wichtig, das Miteinander zu pflegen. „Im Kern muss ein Gewinn für jeden dabei herauskommen.“ Und dieses Credo wird Scharold noch die kommenden fünf Jahre verfolgen. Danach ist für sie Schluss. „Dann lass ich die Jungen ran“, sagt die Gemeinderätin mit einem Lachen in der Stimme.

In der gleichen Gemeinderatssitzung ist Christopf Schlaipfer für sein 18-jähriges Engagement im Marktgemeinderat ausgezeichnet worden. „Ich arbeite sehr gerne mit dir zusammen und du hast immer ein offenes Ohr“, lobt der Bürgermeister Schlaipfer „du hast immer vernünftige Argumente und bringst Fairness in die Diskussionen.“ Schlaipfer hat im Marktgemeinderat seinen Vater beerbt. „Mir liegt die Gemeinschaft Bad Endorfs als Heimatort am Herzen“, erklärt er auf die Frage, warum er Gemeinderat wurde. „Außerdem wollte ich auch, dass der Bereich Landwirtschaft Gehör findet.“ Es sei eine Freude gewesen, als er vor 18 Jahren das erste Mal gewählt wurde. „Da sind sehr interessante Aufgaben auf mich zugekommen, die ich bis dahin nicht gekannt hatte“, erinnert sich Schlaipfer. Gerade seine erste Periode als Gemeinderat sei eine sehr Fordernde gewesen. Damals wurde die Sanierung der Therme beschlossen. „Wir hatten viele Nachtsitzungen“, erzählt der Landwirt. „ Für mich als Neuling war es spannend, so große Entscheidungen zu treffen.

Aber daran wächst man“, sagt Schlaipfer lachend. „Manchmal kann es auch sehr frustrierend sein. Aber man muss die Sachen gelassen und locker sehen, dann schafft man 18 Jahre im Gemeinderat.“ Auf die Arbeit, die in den kommenden Jahren auf die Marktgemeinderäte zukommen, freut sich Schlaipfer. „Die Projekte, die anstehen, sind sehr spannend“, sagt der Landwirt. Der Gemeinderat würde sehr „sachorientiert“ arbeiten. Ob Schlaipfer wie Scharold die 25 Jahre im Gemeinderat knacken wird, lässt er jedoch noch offen. ko

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